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Beim Konzert der Band Turbo Sapienowa ging es mal ehrfurchtsvoll und dann wieder wild zur Sache.

Von Osteuropa bis nach Andalusien

  • VonVolker Heller
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Staufenberg (vh). Das diesjährige Sommerfestival auf der Oberburg Staufenberg hat am Wochenende einen Gegenpol zum meist sehr misslaunigen Wetter gesetzt. Von Sommer jedenfalls konnte keine Rede sein. Der guten Stimmung in Staufenberg tat das aber keinen Abbruch.

Die Festival-Organisatoren, der Verein Impuls aus Daubringen und die Heimatvereinigung Staufenberg, waren den bisherigen Aufbau-Murks leid und hatten ein neues Bühnendach aus Leichtmetallbauteilen besorgt. Zum professionellen Unterstand für Künstler und Instrumente passte die akustisch ausgewogene Tontechnik. Sie füllte den grünen Platz vor dem alten Palas. Somit waren die äußeren Umstände des Sommerfestivals ohne Tadel.

Wären da nicht das erwähnte unleidige Wetter und die stagnierende Besucherzahl der jüngeren Vergangenheit. An den beiden Konzerten gab es auch nichts auszusetzen. Bei Radio Rumeli mit Liedern vom Kaukasus bis nach Andalusien drehte sich alles um die verschiedenen Facetten der Liebe. Die groovigen und rhythmischen Kompositionen sorgten für gute Stimmung bis hin zur richtigen Partylaune.

Das war genau das Richtige für die jungen Leute, die zurzeit am internationalen Jugendaustausch der Stadt Staufenberg mit ihren Partnerkommunen teilnehmen und bei Radio Rumeli ausgiebig tanzen konnten.

Viel Leidenschaft für Rhythmus und tanzbare Musik zeigte auch die Band Turbo Sapienowa mit überwiegend Vollgas-Eigenkompositionen auf ihrem Weg durch die Sphären Osteuropas. Tempiwechsel sind ihre große Stärke. Die Gefilde des Balkan oder die Welt der Gypsymusik erwiesen sich als wahre exotische Knüller. Auf der Bühne ging es mal ehrfurchtsvoll und dann wieder wild zur Sache.

Den Festivalabschluss bildete das diesjährige Sommerprojekt des Theater GegenStand aus Marburg. Drei Schauspieler zeigten ein Stationentheater unter dem Thema »Wenn Liebe zur Kunst wird …". Liebesäußerungen aus Malerei, Lyrik, Performance, Musik, Film, Fotografie und Literatur setzten sie szenisch um.

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