Wagenbach
+
Wagenbach

Umweltschutz als Gemeinschaftsaufgabe

  • vonred Redaktion
    schließen

Staufenberg(kme). Klimaschutz betrifft jeden Bürger und muss auf kommunaler Ebene stattfinden. Die Stadt Staufenberg hat in Konsequenz Fabian Wagenbach als Klimaschutzmanager eingestellt.

Seine Aufgabe ist, Klimaschutz auf professionelle Füße zu stellen, sagte Bürgermeister Peter Gefeller. "Wir wollen das Ziel Klimaschutz nachhaltig in die Arbeit integrieren". Hier sei auch das Finden von Förderungen eine wichtige Aufgabe des neuen Mitarbeiters.

Der 35-jährige Diplom-Wirtschaftsingenieur im Fachbereich Umwelt- und Qualitätsmanagement studierte an der THM in Gießen. 2013 schrieb er seine Diplomarbeit über Energiemanagement und arbeitete bei den Stadtwerken in Gießen. Danach war er für zwei Jahre Klimaschutzmanager in Maintal. Seit 1. Februar widmet sich der in Buseck lebende Familienvater in Staufenberg dem kommunalen Klimaschutz.

Als erstes möchte Wagenbach den Fuhrpark der Stadt auf E-Mobilität umstellen und dafür den in der Kommune produzierten Strom nutzen sowie "Energieschleudern" wie beispielsweise die Sportstätte in Treis effizienter machen.

"Allerdings ist Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe. Ohne eine mitziehende Gesellschaft kann eine Stadt alleine nicht viel bewirken", sagt Gefeller. Um dies zu tun, erhofft sich Wagenbach eine enge Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertagesstätten. Dort sollen junge Menschen durch kindgerecht vermitteltes Wissen frühzeitig sensibilisiert werden und spielerisch an das Thema Klimaschutz herangeführt werden. Bürger sollen durch Informationskampagnen zum Umdenken bewegt werden, Wagenbach wird selbst zur Beratung der Bürger zur Verfügung stehen. "Ich würde mich sehr freuen, wenn es in Staufenberg Bürger gibt, die Umweltschutz voranbringen wollen und auf mich zukommen", sagt der Ingenieur.

Energie geht hauptsächlich in Privathäusern verloren, weiß Gefeller. "Die Folgen der Erderwärmung sind bei uns bereits in Form von intensiven Sommermonaten, heftigen Stürmen, Hochwasser und Käferplagen spürbar." Die Stadt solle eine Vorreiterrolle übernehmen. Bürger müssten über Kosten und Nutzen von erneuerbaren Energien aufgeklärt werden. "Das fängt schon bei der Heizung an."

"Jeder muss seine Beitrag leisten", sagte Gefeller. "Zuerst müssen wir den Bürgern Alternativen aufzeigen. Danach müssen wir veranschaulichen, dass diese funktionieren und zu guter Letzt die Bürger zum Mitmachen bewegen. FOTO: KME

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare