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Die alte Zigarrenfabrik in der Mainzlarer Straße in Staufenberg ist bald Geschichte. Hier sollen neue Wohnungen entstehen.

Platz für neuen Wohnraum

Staufenberg: Alte Zigarrenfabrik wird abgerissen – zwei neue Gebäude geplant

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Die alte Zigarrenfabrik in Staufenberg wird bald Geschichte sein. Nach dem Abriss sollen insgesamt 22 neue Wohnungen entstehen.

Staufenberg – Es war ein Gebäude, das das Ortsbild seit langem geprägt und an die Hochzeit der Zigarrenproduktion in Mittelhessen erinnert hat: Die alte Zigarrenfabrik gehörte fast so selbstverständlich zu Staufenberg wie die Silhouette der Burg. Nun hat der Abriss des Gebäudes an der Ecke Mainzlarer Straße/Rosenweg begonnen. »Verhindern ließ sich der Abriss vonseiten der Stadt nicht«, äußert sich Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller dazu in seiner Wochenkolumne. Zum einen habe das geschichtsträchtige Gebäude nicht unter Denkmalschutz gestanden - was ihn selbst überrascht habe. Außerdem gehöre es einem Unternehmen, »das seine eigenen Entscheidungen zu treffen hat«, so der Bürgermeister.

Auf dem Grundstück soll nun neuer Wohnraum entstehen. Den Bebauungsplan für das Vorhaben hatten die städtischen Gremien im vergangenen Herbst als Satzung verabschiedet. Im Rahmen der Offenlage hatte es zuvor keine Einwände gegeben. Laut Gefeller plant die Wiesecker Firma Giebert Bau als neue Eigentümerin dort die Errichtung zweier Wohngebäude samt Tiefgarage, die durch einen Durchgang miteinander verbunden werden sollen. Insgesamt seien nun 22 Wohnungen in Planung.

Abriss der Staufenberger Zigarrenfabrik: Stellplätze in Tiefgarage

Weiter informiert der Bürgermeister: »Die Häuser werden nach neuesten energetischen Gesichtspunkten gebaut. Für jede Wohnung sind zwei Stellplätze in der Tiefgarage und/oder auf dem rückwärtigen Hof vorgesehen. Kein Fahrzeug muss auf der Straße abgestellt werden.« In Vorgesprächen sei es seitens der Stadt gelungen, gegenüber den ursprünglichen Plänen noch Anpassungen zu erreichen, so Gefeller. So sei der vom Stadtparlament beschlossene Bebauungsplan nun auf zwei zweistöckige Wohngebäude mit je einem zurückgesetzten Dachgeschoss abgestimmt, auf ein drittes Vollgeschoss werde verzichtet. Auch würden nun zwei Gebäude »statt eines langgezogenen Baukörpers« errichtet. »Damit wurde sichergestellt, dass die neuen Häuser nicht höher werden als die alte Zigarrenfabrik«, versichert er. Zudem seien Flächen für Anpflanzungen vorgesehen.

Staufenberg: „Endlich neuer Wohnraum“

Entscheidend ist aus Gefellers Sicht: »Nach endlos langen Jahren des Leerstands und des Vandalismus wird endlich neuer Wohnraum an einer der wichtigsten Straßen Staufenbergs geschaffen.« Die einvernehmlich gefundene Lösung sei ein gelungenes Beispiel für Innenverdichtung, so der Bürgermeister im Gespräch mit der GAZ. »Das Ziel muss sein, innerörtlich zu verdichten« - was mitunter schwieriger umzusetzen sei als »ein Baugebiet auf der grünen Wiese«.

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