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Über die Kosten für die Kita in Daubringen wird nun zwischen Stadt und DRK als Träger erneut verhandelt.

Stadt moniert DRK-Rechnung

  • Jonas Wissner
    VonJonas Wissner
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Staufenberg (jwr). Bei der Endabrechnung 2020 für die Daubringer Kindertagesstätte in Trägerschaft des DRK sieht die Stadt Nachbesserungsbedarf: »Aus den darin enthaltenen Zahlen gehen keine detaillierten Einzelposten hervor, sodass eine ordnungsgemäße und nachvollziehbare Prüfung der in Rechnung gestellten Beträge durch die Verwaltung unmöglich ist«, heißt es in einer Vorlage aus dem Rathaus, die kürzlich die Stadtverordnetenversammlung beschäftigt hat, bezüglich der im Juli vorgelegten Abrechnung.

Empfehlung des Rechnungshofs

Für künftige Planungen sollten demnach »auf der Einnahmeseite konservativere und realistischere Einnahmen« kalkuliert werden, in diesem Fall sei das DRK jedoch von einem »Best-Case-Szenario« ausgegangen. Vorgeschlagen wird, eine Gesamtauslastung von 85 Prozent künftig als Berechnungsgrundlage anzulegen.

Die Stadtverordnetenversammlung votierte einstimmig für die Vorlage und gab der Verwaltung zugleich den Auftrag, die Trägervereinbarung mit dem Roten Kreuz nachzuverhandeln. Dies hatte der Magistrat angeregt und sich damit auf eine Empfehlung des Hessischen Rechnungshofs im Rahmen einer überörtlichen Prüfung der Finanzen bezogen.

Auch der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) hatte dies einstimmig empfohlen und, wie HFA-Vorsitzender Reiner Mehler berichtete, angeregt, dass künftig der Ältestenrat regelmäßig über die Kosten informiert wird. Ziel müsse sein, die Planzahlen »realistischer« darzustellen, »damit es künftig keine große Überraschung bei der Endabrechnung« gebe. Wie Bürgermeister Peter Gefeller auf GAZ-Nachfrage mitteilt, ist inzwischen ein Gesprächstermin mit dem DRK vereinbart.

Außerdem stimmte das Parlament dafür, in der DRK-Kita eine fünfte Gruppe zu eröffnen, um die hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen zu bedienen. Dies hatten sowohl Verwaltung als auch DRK befürwortet.

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