Nach Bluttat in Daubringen

Staatsanwaltschaft klagt 56-Jährigen wegen Totschlags an

  • Jonas Wissner
    VonJonas Wissner
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Im Februar sorgte ein tödlicher Messerangriff in Daubringen für Entsetzen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Gießen Anklage erhoben, der Beschuldigte hat sich inzwischen zum Tatvorwurf geäußert.

Die Staatsanwaltschaft Gießen hat Anfang Juni Anklage gegen den 56-Jährigen erhoben, der am 23. Februar einen 70-Jährigen in Daubringen getötet haben soll. Dies teilte der Sprecher der Behörde, Staatsanwalt Thomas Hauburger, am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung mit. »Wir gehen davon aus, dass der Beschuldigte am Tatabend mit zwei Personen in Streit geraten ist und im Zuge eines Gerangels ein Messer gezogen hat«, sagte Hauburger. Dann, so der Vorwurf, habe er den 70-jährigen Staufenberger erstochen und einer weiteren Person eine Schnittverletzung am Kopf zugefügt. Die Anklage lautet laut Hauburger auf Totschlag und gefährliche Körperverletzung, Mordmerkmale wie etwa Heimtücke liegen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht vor. Der 56-Jährige sitzt laut Anklagebehörde weiter in Untersuchungshaft. »Er hat Angaben zum Tatvorwurf gemacht«, über den Inhalt könne er sich aber nicht äußern, sagte Hauburger. Verdachtsmomente gegen weitere Personen hätten sich im Zuge der Ermittlungen nicht ergeben.

Ob und wann der Mann sich im Strafprozess verantworten muss, entscheidet nun das Landgericht. Die Tat auf offener Straße hatte im Februar in Daubringen und ganz Staufenberg für Bestürzung gesorgt. Laut damaliger Mitteilung der Polizei war dem Messerangriff ein Streit zwischem dem Beschuldigten und seiner Ex-Partnerin vorausgegangen, dann hätten ihr zwei weitere Personen beigestanden, darunter auch der 70-jährige Getötete. Der 56-Jährige war laut Polizeiangaben zunächst geflüchtet und kurz darauf festgenommen worden.

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