Die erste Freiluft-Bürgersprechstunde in Corona-Zeiten mit Bürgermeister Peter Gefeller auf dem Festplatz Treis. FOTO: VH
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Die erste Freiluft-Bürgersprechstunde in Corona-Zeiten mit Bürgermeister Peter Gefeller auf dem Festplatz Treis. FOTO: VH

Sprechstunde unter freiem Himmel

  • vonVolker Heller
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Staufenberg(vh). Die Treiser Sport- und Kulturhalle wurde in den 70er Jahren gebaut. Sie ist heute in mancher Hinsicht, besonders hinsichtlich Energieeinsparung, sanierungsbedürftig. Das steht nun an.

Coronabedingt hatte Bürgermeister Peter Gefeller seine öffentliche Sprechstunde erstmals nach draußen verlegt. Auf dem Treiser Festplatz kamen fast 40 Leute zusammen.

Der Bürgermeister brachte eine Vielzahl Mitteilungen hervor, die Teilnehmer mindestens ebenso viele Fragen und Wünsche. Schließlich blieb die Runde zwei Stunden vor Ort. Zu der eigentlich geplanten Besichtigungstour kam es nicht.

Die allerwichtigste Nachricht für den gesamten Stadtteil lieferte Gefeller bezüglich der Sport- und Kulturhalle: "Die ist in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig." Zunächst werde sie ab 2021 energetisch aufgemöbelt. In den 70er Jahren habe man diesen Aspekt beim Bauen noch nicht berücksichtigt. Fenster, Glasbausteine und Außentüren würden als erste dran glauben.

Das mit Eternitplatten (Vorsicht: Asbest) gedeckte Dach werde erneuert, natürlich gedämmt und obendrauf werde eine Fotovoltaikanlage installiert - in Richtung Bahnhofstraße sogar die Südseite. Mit dem erzeugten überschüssigen Strom sollen der Kindergarten und die Schule mit versorgt werden, sagte Gefeller.

Unstrittig sei auch die Dämmung der Außenwände. Es sei aber zu prüfen, ob man sich für eine Innen- oder Außendämmung entscheidet. Außer dem Kostenvergleich gebe es noch Sachgründe. Die Außendämmung sei energetisch betrachtet die effektivere Variante, eine Innendämmung diene jedoch als Ballschutz und könne mutmaßlich die Raumakustik verbessern. Jedenfalls werde die Beleuchtung auf LED umgestellt. Den Hinweis aus der Runde, auch die Tontechnik zu verbessern, notierte sich Gefeller. Weil die Halle aber ein "Energieverschwender" sei, werde dieses Thema mit höchster Priorität behandelt.

Der Bürgermeister erläuterte noch die Corona-Auflagen für eine Hallennutzung. Duschen und Umkleiden würden nicht genutzt. Die Hallennutzer hätten ihre Geräte jeweils in einer Box untergebracht, sorgten diesbezüglich für Hygiene und Desinfektion. Gefeller dankte den nutznießenden Vereinen für die schnelle Umsetzung dieser Vorsichtsmaßnahmen.

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