Sozialplan für »Schamott« unterzeichnet

  • Jonas Wissner
    VonJonas Wissner
    schließen

Staufenberg (jwr/pm). RHI Magnesita und die Arbeitnehmervetreter für das Mainzlarer Werk haben nach längeren Verhandlungen ein Ergebnis erzielt. Nach drei Sitzungen mit der Einigungsstelle und der Zustimmung der Arbeitsagentur seien der Interessensausgleich und der Sozialplan kürzlich unterschrieben worden, informierte Michael Schwarz, Vorsitzender des Betriebsrats, am Dienstag.

Die Belegschaft sei am Montag darüber informiert worden.

Somit bleibe es »bei der Schließungsabsicht in drei Teilschritten«, erläutert Schwarz: Die Abschaltung des ersten Tunnelofens sei für 1. September 2021 geplant, die Abschaltung des zweiten Ofens für 31. Dezember. Der Rückbau soll laut Schwarz bis 31. Juli 2022 erfolgen. »Dies bedeutet, dass RHI Magnesita dieses qualitativ hochwertige, umweltbewusste und profitable Werk aus rein strategischen Gründen schließen will«, so die Ansicht des Betriebsratschefs. Das sei »für alle Mitarbeiter und die Bewohner in der Region ein richtiger Schlag ins Gesicht und sehr viele sind geschockt und extrem traurig«. Der Betriebsrat habe »alles getan, um für die Mitarbeiter eine sehr gute soziale Absicherung zu erreichen«, auch durch Unterstützung von gewerkschaftlichen Beratern.

Neben dem Sozialplan, der viele Bereiche abdecke, gebe es nun »auch eine mit guten Möglichkeiten ausgestatte Transfergesellschaft«. Dies könne »den Mitarbeitern helfen, wieder eine Arbeit für sich und ihre Familien zu finden«, so Schwarz.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare