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Spielen kurzerhand unterm Blätterdach, weil ihr Konzert ins Wasser fiel: Niklas und Chantal.

Singen, tanzen und jonglieren

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Staufenberg (vh). Das große Zittern war ein unbeabsichtigtes Thema beim zweitägigen Sommerfestival auf der Oberburg in Staufenberg. Unwillkürlich zitterten am Freitagnachmittag die Zuschauer mit, ob denn die angekündigte riskante Menschenpyramide zustande käme und in diesem Fall auch deren Abbau ohne Schrammen möglich sein würde. Doch die Baumeister dieses Kunststücks, alles Kinder eines Ferienspiel-Projekts der Stadt Staufenberg, hatten sieben Tage lang dafür geübt und mit Lothar Schreyeck und Bärbel Pohl-Hondrich ein Kinderzirkus einstudiert.

Mit dessen Vorstellung öffnete das Festival seine Pforten. Es gab für die sicherlich begeisterten Zuschauer etwa Balancierkünste, Jonglage, lustige Clowns und einiges mehr zu bestaunen. Die große Zitterpartie setzte sich fort nach dem Auftritt der Jugendtanzperformance und bezog sich auf das plötzlich verrückt spielende Sommerwetter. Abends zog gar ein Tornado über den Südwesten Luxemburgs. In Neckarsulm entkamen Kamele und Pferde aus einem umstürzenden Zirkuszelt. Ein Wolkenbruch über Staufenberg machte der Veranstaltung abends einen Strich durch die Rechnung. Wetterglück hatte zuvor das junge Ensemble der BDP-Theaterfabrik Gießen mit seinem interkulturellen Tanzprojekt namens "Identitetris. Identitätsfindung und andere persönliche Geschichten waren in tänzerischer Ausdrucksform erarbeitet worden. Der geplante Auftritt von Niklas (Gitarre) und Chantal (Gesang) fiel zwar nicht völlig ins Wasser, aber mittlerweile hatte ein zu dem Zeitpunkt noch leichter Dauerregen eingesetzt und den Bühnenauftritt verhagelt. Kurz entschlossen nahm das Duo unter einem dicht belaubten Bergahorn Platz und spielte vor kleinem Zuhörerkreis. Endgültig zappenduster wurde es dann für den Programmteil "Castle of Rock" mit den Bands Rockzone und Synkope.

Samstagabend war Zittern unnötig, denn das Wetter hatte sich im Griff. Die drei Jungs von Rockzone, Oskar (Gitarre, Gesang), Arian (Bass) und Ruben (Schlagzeug), erhielten eine zweite Chance, traten als Vorgruppe auf. Dann stand Lube bereit, die klanggewaltige und hyperaktive Gruppe mit dem gewaltigen Bläsersatz und tanzbarem Sound. Artistik und Feuershow waren kurzfristig von den Akteuren abgesagt worden.

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