Kommunalwahl im Kreis Gießen

Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Staufenberg: Rot-grüne Mehrheit ist dahin

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Die bisherige Koalition aus SPD und Grün-Alternativer Liste (GAL) hat künftig keine Mehrheit mehr. Neu ins Parlament zieht die FDP mit einem Sitz ein.

Staufenberg (jwr). Zwar hat die SPD in manchen Kommunen noch deutlicher als in Staufenberg verloren, doch in diesem Fall liegen die Auswirkungen auf der Hand: Die bisherige Koalition aus SPD und Grün-Alternativer Liste (GAL) hat künftig keine Mehrheit mehr. Die Sozialdemokraten müssen laut vorläufigem Endergebnis zwei Sitze abtreten, trotz nun einem Sitz mehr für die GAL reichen die jetzt 13 gemeinsamen Stimmen bei insgesamt 27 Plätzen in der Stadtverordnetenversammlung nicht mehr aus.

»Das Ergebnis ist nicht wie erhofft«, äußert sich der Staufenberger SPD-Vorsitzende Reiner Mehler dazu am Montagabend - und verweist auf die Bundesebene: »Offensichtlich weht ein bisschen Berliner Wind, der vor allem die SPD trifft.« Mehler weiter: »Eigentlich haben wir ein relativ gutes Klima in Staufenberg«, auch deshalb werde es nicht schwerfallen, mit möglichen anderen Partnern ins Gespräch zu kommen. Die SPD werde mit allen Fraktionen sprechen. Sollte keine Koalition zustande kommen, könne man auch »über Minderheiten nachdenken, die sich Mehrheiten suchen«, so Mehler.

Freie Wähler gewinnen in Treis

Die CDU landet, fast unverändert, bei gut 25 Prozent, kann ihre sieben Sitze damit halten. Die Freien Wähler verlieren leicht, verharren aber bei sechs Sitzen. Auffällig ist das Ergebnis in Treis - jenem Stadtteil, in dem der Wegfall von Infrastruktur große Sorge bereitet. Während in allen anderen Wahlbezirken die SPD vorne liegt, haben in Treis die FW mit fast 37 Prozent der Stimmen die Nase vorn.

Neu ins Parlament zieht die FDP mit einem Sitz ein. »Es war zu befürchten, dass es durch den Neuantritt der FDP zu Verschiebungen im bürgerlichen Lager kommt«, sagt Wilfried Schmied, bislang CDU-Fraktionschef. Auch vor diesem Hintergrund sei man mit dem eigenen Abschneiden »wirklich zufrieden«. Über ein mögliches Bündnis mit der SPD will Schmied »nicht spekulieren - aber ausschließen kann man es nicht«.

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