RHI: Sozialplan wird verhandelt

  • Jonas Wissner
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Staufenberg (jwr). Die Verhandlungen über die stufenweise Stilllegung des Mainzlarer Werks von RHI Magnesita sind in eine neue Phase eingetreten. »Während ein fairer Interessensausgleich kurz vor dem Abschluss steht, ist es nun wichtig, gemeinsam mit dem Arbeitgeber möglichst rasch einen für alle Beteiligten angemessenen und realistischen Sozialplan zu vereinbaren«, äußerte sich Betriebsratvorsitzender Michael Schwarz nach der jüngsten Gesprächsrunde am Mittwoch.

Man habe einen Sozialplan-Entwurf vorgestellt, dabei gehe es um »Sozialplanleistungen zur Abfederung der wirtschaftlichen Nachteile der Arbeitnehmer, unter anderem die Errichtung einer Transfergesellschaft«. Für die nächste Verhandlung am 19. April werde nun das Unternehmen einen Vorschlag unterbreiten, so Schwarz. Weiter schreibt der Betriebsrat: »Solche Verhandlungen nehmen naturgemäß einiges an Zeit in Anspruch, da für eine sozial wie wirtschaftlich nachhaltige Entscheidung viele Aspekte berücksichtigt werden müssen.« Auch deshalb könne man zur Zeit nicht weiter informieren.

Interessen in Einklang bringen

Auch das Wiener Unternehmen meldete sich mit einem kurzen Statement zu Wort: Der zu verhandelnde Sozialplan müsse »die Interessen der Mitarbeiter mit den unternehmerischen Belangen in Einklang bringen, weshalb zunächst die richtige Balance ermittelt werden muss«, heißt es darin. Man werde über Details informieren, »sobald wir gemeinsam mit dem Betriebsrat zu einem guten Ergebnis gekommen sind«.

Im traditionsreichen Mainzlarer Werk (ehemals Didier, auch bekannt als Schamott) soll, wie berichtet, die Produktion feuerfester Schamottsteine in zwei Tunnelöfen bis Ende des Jahres schrittweise heruntergefahren werden. Aktuell sind dort noch gut 120 Mitarbeiter beschäftigt.

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