Die taktilen Elemente sollen vor allem Orientierung für Sehbehinderte bieten. FOTO: JWR
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Die taktilen Elemente sollen vor allem Orientierung für Sehbehinderte bieten. FOTO: JWR

Querungshilfe leuchtet nicht jedem ein

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Staufenberg(jwr). In Treis sorgt eine kürzlich angelegte Querungshilfe kurz vor der Lum-dabrücke in der Bahnhofstraße teils für Verwunderung. "An dieser Stelle, unmittelbar im Kurvenbereich, einen Übergang für Sehbehinderte zu schaffen halte ich für sehr gefährlich", sagt Roland Ehmig, Staufenberger FW-Fraktionsvorsitzender und ehemaliger Treiser Ortsvorsteher. Er verweist auf Gefahren durch dortigen Schwerverkehr, die Maßnahme ist aus seiner Sicht an dieser Stelle "absolut entbehrlich". Weiter kritisiert Ehmig, dass Gremien wie Ortsbeirat oder Hauptausschuss nicht eingebunden worden seien.

Thomas Kreiling, Leiter des Staufenberger Bauamts, erläutert auf Anfrage die Hintergründe der neuen Querungshilfe: Es gebe einen Grundsatzbeschluss, wonach im Zuge von Baumaßnahmen auf Barrierefreiheit geachtet werden soll.

So sei auch schon an diversen Stellen in Staufenberg verfahren worden. Nun habe man Schadstellen im Bereich der Brücke ausgebessert und in diesem Rahmen die taktilen Elemente eingebaut, also die weiß markierten Noppen- und Rillensteine. Der Fußweg über die Lumdabrücke befindet sich ebenfalls auf dieser Seite. Bei einem Vor-Ort-Termin seien Sehbehinderte eingebunden worden, außerdem der Behindertenbeauftragte Hanspeter Gruber. Die neuen Elemente dienten dazu, Passanten von der Fahrbahn auf den Gehweg zu führen, so Kreiling. Auch auf der gegenüberliegenden Seite werde die Stadt solche Markierungen einsetzen, sofern dort ohnehin Baumaßnahmen anstehen.

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