"Nur noch zwei Friseure"

  • vonVolker Heller
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Staufenberg(vh). Zwei Resolutionen aller Fraktionen des städtischen Parlaments wurden vor dem Sitzungsbeginn in der Stadthalle auf die Tagesordnung gehoben.

Roland Ehmig (FW) hatte beantragt, den von der Volksbank Mittelhessen angekündigten Abbau der Selbstbedienungsstation in Treis (Geldautomat und Kontoauszugsdrucker) zu verhindern. Den nicht mobilen Bürgern würde ein Stück Infrastruktur genommen. Wenn einmal die Gasthäuser altersbedingt zu machten, habe das 2100-Einwohner-Dorf nur noch zwei Friseure, bedauerte Ehmig.

Claus Waldschmidt (SPD) wetterte, man rede überall von der Stärkung des ländlichen Raumes. Die Volksbank verhalte sich somit "kontraproduktiv". Manfred Hein (FW) äußerte Unverständnis: "Dass eine Genossenschaft so etwas tut. Raiffeisen würde sich im Grabe herumdrehen". In beiden Fällen stimmte das Parlament geschlossen zu.

Waldschmidt hatte zudem den Antrag eingebracht, der sich gegen die von RHI Magnesita angekündigte Schließung oder Teilstilllegung des Didier-Werkes Mainzlar richtet.

Auf allen Ebenen

Das Parlament stärkt dem Bürgermeister und dem Magistrat den Rücken, wenn diese sich auf allen Ebenen für den Erhalt von Didier einsetzen. Anderenfalls würden erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Region befürchtet. So ginge etwa ein gewichtiger Gewerbesteuerzahler verloren.

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