Natur- und Vogelfreunde fleißig und gesellig

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Der Verein der Natur- und Vogelfreunde Treis/Lumda hatte im vergangenen Jahr viele Arbeitseinsätze rund um den Natur- und Vogelschutz, aber auch gesellige Aktivitäten. Vorsitzender Karl-Ludwig Hildebrand berichtete darüber in der Mitgliederversammlung.

Der Verein der Natur- und Vogelfreunde Treis/Lumda hatte im vergangenen Jahr viele Arbeitseinsätze rund um den Natur- und Vogelschutz, aber auch gesellige Aktivitäten. Vorsitzender Karl-Ludwig Hildebrand berichtete darüber in der Mitgliederversammlung.

Der Verein hat 198 Mitglieder. Er hat eine neue Satzung, ist beim Amtsgericht Gießen eingetragen und nicht mehr dem NABU angeschlossen. Der Umgang mit den neuen Datenschutzrichtlinien wurde geregelt. Im Vereinsheim wurde die Garage für die Holzeinlagerung hergerichtet und der Ofen repariert. Die Terrasse wurde verschönert und die Obstbäume geschnitten.

Auf der vereinseigenen Streuobstwiese gab es eine große Apfel- und Birnenernte, die zum Teil (400 Kilogramm) zum Saftpressen beim Getränkehändler Wack abgegeben wurde. Die Eheleute Kettner schnitten die Bäume im Herbst sachkundig. Hildebrand berichtete von seinem schweren Unfall, der ihn längere Zeit von Vereinsaktivitäten fernhielt. So konnte er sich nicht um die alte Sandkaute kümmern. Der extrem trockene Sommer hat dort die Gelbbauchunken verschwinden lassen.

Grau- und Kanadagans gesichtet

Zur Vogelwelt in und um Treis: Es gab weniger Mehlschwalbenbruten als im Vorjahr, dafür einen Anstieg bei den Rauchschwalben. Der Ehrenvorsitzende Kurt Goß – nach wie vor im Vogelschutz aktiv dabei – schätzte die Mauerseglerbruten auf etwa 70, so viel wie im Vorjahr. Turmfalken, Rotmilane, Kolkraben, Dohlen und Mäusebussarde brüteten in der Treiser Gemarkung. "Mit Elstern und Rabenkrähen ist unsere Gemarkung reichlich gesegnet", so Hildebrand. Kormoran, Wasseramsel, Eisvogel, Kuckuck, Graureiher, Silberreiher, Stockente und Teichhuhn ließen sich sehen und hören. Hildebrand erwähnte auch ein außergewöhnliches Pärchen, nämlich eine Graugans und eine Kanadagans bei den Treiser Angelteichen, allerdings ohne Nachwuchs. Unterhaltsam und lehrreich war auch die Vogelstimmenwanderung mit Dr. Peter Mende. Im Frühjahr gab es ein Treffen mit Vertretern der heimischen Naturschutzvereine, und im September waren die Treiser Gastgeber bei der Sternwanderung. Der "Dritte Feiertag" war ein großer Erfolg mit vielen Besuchern.

Hildebrand stellte den Gesamtbericht der Nistkastenbetreuer vor. In die Sondernistkästen für Trauerschnäpper hatte sich noch kein Vogel getraut. Ansonsten waren Vögel in 253 Kästen, überwiegend Meisen. In einigen gab es wie jedes Jahr Mäuse, Wespen, Hornissen und Hummeln. Hildebrand dankte allen Vogelwarten für ihre Arbeit sowie allen Vereinsaktiven und Spendern.

Wanderwart Kröck berichtete über die letztjährige Sommerfahrt nach Wertheim und die Winterwanderung nach Allendorf, die mit einer Busfahrt durch die "Bergdörfer" Climbach und Allertshausen verbunden war. Jugendwart Herbert Becker will im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit der Kräuterexpertin Anja Böhme und der Schülerbetreuung Nachwuchs für den Natur- und Vogelschutz gewinnen. Er hofft dabei auf Mitstreiter wie Eltern und Großeltern. Kröck stellte die geplante Sommerfahrt am 2. Juni nach Frankfurt vor.

Es folgte die Verlosung der Rabattgutscheine für die abgegebenen Äpfel der Firma Wack und ein Lichtbildervortrag mit Quiz von Edeltraud Kraus über die Vogelwelt rund um Gibraltar.

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