Eine Polizeikelle wird auf die Straße gehalten.
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Der Täter wird mit internationalem Haftbefehlt gesucht. (Symbolbild)

Internationaler Haftbefehl

Nach Messerangriff auf Mutter: Mann seit 9. Juli mit Kindern auf der Flucht

  • VonSebastian Schmidt
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Ein 34-Jähriger aus dem Kreis Gießen soll seine Ex mit einem Messer schwer verletzt haben. Trotz internationalem Haftbefehl ist der Mann weiter auf freiem Fuß.

Staufenberg/Gießen – Fast drei Wochen nach dem Messerangriff auf seine ehemalige Lebensgefährtin befindet sich ein 34-Jähriger aus dem Kreis Gießen weiterhin mit den drei gemeinsamen Kindern auf der Flucht. Das bestätige die Staatsanwaltschaft am Donnerstag (29.07.2021) auf Anfrage. Nach dem Tatverdächtigen wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Die Ermittlungsbehörden befürchten, dass sich der Mann in den Irak absetzen könnte.

Messerangriff im Kreis Gießen: Rettungshubschrauber war im Einsatz

Rückblick: Am Abend des 9. Juli, einem Freitag, alarmierte eine Zeugin die Polizei im Kreis Gießen. Auf der L3146 zwischen Staufenberg und Treis sei kurz zuvor eine Frau aus einem Auto in den Straßengraben gestürzt, berichtete die Anruferin. Rettungskräfte fanden kurz darauf eine 28-Jährige. Schnell wurde klar, dass diese mit einem Messer angegriffen worden war. Ein Hubschrauber brachte die Schwerverletzte in ein Krankenhaus. Die Polizei geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

Kreis Gießen: Kinder weiter in der Obhut des Tatverdächtigen

Ihr Ex-Freund soll die junge Mutter mit einem Messer in den Oberkörper gestochen haben. Während des Angriffs saß wohl das jüngste der gemeinsamen Kindern mit im BMW. Vom 34-Jährigen und den Kindern (zwei, elf, dreizehn Jahre) fehlt bislang jede Spur. Die Fahndung läuft weiter, neue Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort der Gesuchten gibt es laut Staatsanwaltschaft zurzeit nicht. Die Ermittlungsbehörde geht davon aus, dass sich die drei Kinder in der Obhut des Tatverdächtigen befinden. Demnach liegen keine Hinweise vor, dass die Kinder gefährdet seien.

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