Die ehemalige Zigarrenfabrik in Staufenberg. FOTO: VH
+
Die ehemalige Zigarrenfabrik in Staufenberg. FOTO: VH

Letzte Tage der Zigarrenfabrik

  • vonVolker Heller
    schließen

Staufenberg(vh). Soeben hat der Staufenberger Finanzausschuss den Bebauungsplan für die ehemalige Zigarrenfabrik an der Mainzlarer Straße in Staufenberg als Satzung einstimmig beschlossen. Der zuvor aufgestellte Bebauungsplan hatte öffentlich ausgelegen. Wilfried Schmied (CDU) sagte, dass es keine Bedenken gegen das Neubauvorhaben gab: "Selbst die Nachbarn haben nichts gefunden". Am 10. November stimmt das Parlament noch ab.

Der markante Backsteinbau könnte dann bald abgerissen werden. An der Ecke Rosenweg sollen voraussichtlich im kommenden Jahr 22 neue Wohnungen entstehen.

Auf der Freifläche im Göllingsweg, gegenüber des Spielplatzes, kann jetzt ebenfalls ein Wohnhaus gebaut werden. Alle Fraktionen nickten die sogenannte Entwicklungssatzung einstimmig ab.

Die Friedhofsordnung sowie zugehörige Gebührenordnung, zuletzt geändert 2015, wurde nun erneut angepasst und einstimmig angenommen. Ausschuss-Vorsitzender Reiner Mehler (SPD) informierte, man habe sich dabei hauptsächlich an der Mustersatzung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes angelehnt. Allgemein betrachtet würden die Kosten für alle Bestattungsarten sinken, Preise für die Nutzungsdauer von Grabstätten jedoch ansteigen.

Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) erläuterte die Vorgabe des Hessischen Landesrechnungshofs, die Kostendeckung im Friedhofswesen solle annähernd 100 Prozent betragen. Diskussionsbedarf gab es zum Antrag von Ilse Staude (GAL), als Grabschmuck auch Plastikblumen zuzulassen. Wilfried Schmied (CDU) informierte, das sei auf polnischen Friedhöfen sogar üblich, aber in Staufenberg müsse das nicht sein. Gefeller sagte, man brauche nicht nach Polen fahren, könne auch auf dem Gießener Friedhof ganze Grabmale aus Plastik entdecken. Für Staudes Vorschlag gab es keine weitere Zustimmung.

Georg Opper (FW) hatte beantragt, die Hundesteuer abzusenken. Staufenberg rangiere im Vergleich der hessischen Kommunen mit an der Spitze. Die Stadtverwaltung konnte zwar bestätigen, dass Staufenberg bei der Hundesteuer im Kreisvergleich tatsächlich vorn liege, aber hessenweit nun doch nicht. Der erste Hund kostet 96 Euro, der zweite Hund 150 Euro und weitere Hunde 210 Euro. Ein "Listenhund" schlägt mit 720 Euro zu Buche.

Hundekotbeutel auf dem Acker

Der Ausschuss kam rasch überein, in der gegenwärtigen Haushaltssituation der Stadt könne man auf keine Einnahmen verzichten. Schmied verwies auch auf höheren Aufwand des Bauhofs beim Einsammeln der Hundekotbeutel. Landwirte beschwerten sich, dass diese überall herumliegen und die Landschaft verschmutzen würden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare