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Die Treiser "Sternstunden"-Band beim Jubiläumsgottesdienst.

"Komm, wir ziehen in den Frieden"

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Staufenberg(vh). Mindestens 28 Kriege und Konflikte gibt es momentan weltweit. Im 20. Jahr des Bestehens der Treiser "Sternstunden"-Gottesdienste schien demzufolge das gewählte Motto "Komm, wir ziehen in den Frieden" für den Jubiläumsgottesdienst nur angemessen. Sämtliche Sitz- und Stehplätze in der Michaelskirche waren belegt, einige Gäste konnten nicht mit hinein. Pfarrer Andreas Lenz zog spontan eine Parallele zur biblischen Weihnachtsgeschichte, wo es keinen Platz in der Herberge mehr gegeben hatte.

Im Auftrag der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sprach der Probst für Oberhessen, Pfarrer Matthias Schmidt, ein Grußwort.

Als Ehrengäste auf den Weg in die Michaeliskirche gemacht hatten sich ebenfalls der Dekan des Dekanats Kirchberg, Pfarrer Hans-Theo Daum, und Bürgermeister Peter Gefeller. Die ausgezeichnete Choreografie des Gottesdienstes verlief lückenlos, dem Motto gemäß würdevoll. Ohne Hektik wurde der jeweils nächste von insgesamt 30 Programmpunkten vorbereitet.

Auch ein Licht für Egoisten

Es gab keine Aussetzer oder Pannen. Die positive Routine war allen Teilnehmern anzumerken. Das Besondere bei den "Sternstunden" waren auch diesmal die unterschiedlichen Beiträge von einer Vielzahl Personen: Gebete, Klagegebet, Sprechmotette, Ausdruckstanz, Textlesung ("Dann gibt es nur eins! - Sag nein" von Wolfgang Borchert), Livemusik (Sternstunden-Band) und Lisa-Marie Smit als Friedensengel am Trapez im Chorraum. Pfarrer Lenz blieb die Begrüßung, Predigt ("Selig sind die Friedfertigen" nach Matthäus 5, 9) und Abkündigung.

Nun will man im kleinen Treis mittels Sternstunden die Welt nicht verändern, aber die Besucher zum Nachdenken anregen, denn Multiplikatoren können auch viel bewirken. Gerade die vielen Statements unter dem Begriff Friedenslicht zum miteinander Auskommen bewegten einen sehr. Dabei wurde einem klar, wie leicht man mit sich selber ins Unreine kommen kann oder wie schwer es fällt, den Familienfrieden aufrechtzuhalten. In der Michaelskirche wurde aber auch für die Egoisten ein Friedenslicht angezündet.

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