Die jungen Teilnehmer der Aktionstage mit dem am Mittwoch gesammelten Müll. FOTO: CON
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Die jungen Teilnehmer der Aktionstage mit dem am Mittwoch gesammelten Müll. FOTO: CON

Kinder für Verzicht auf Einwegbecher

  • vonConstantin Hoppe
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Staufenberg(con). Die Menge an anfallendem Plastikmüll ist eines der größten Probleme für die Umwelt. Deshalb wird das Thema Müll bei den derzeit laufenden Umweltaktionstagen in Staufenberg großgeschrieben: Gemeinsam mit Mitgliedern des Bürgernetzwerks "Staufenberg-nachhaltig" und der Jugendpflege erarbeiten hier Kinder Möglichkeiten, um Müll zu vermeiden oder zumindest richtig zu entsorgen beziehungsweise zu recyceln.

Seit Montag treffen sich Mitglieder von Netzwerk, Jugendpflege und die Mädchen und Jungen, um sich mit dem gewählten Thema auseinanderzusetzen. Dabei fängt jeder Morgen damit an, dass gemeinsam Müll gesammelt wird. Danach finden sich wieder alle zusammen, um gemeinsam Möglichkeiten zur Müllreduzierung zu überlegen. Und natürlich versucht man, auf die Thematik aufmerksam zu machen: "Wir haben Plakate erstellt, aber auch Kunden in den Läden auf den Plastikmüll und anderes angesprochen", erklären die Kinder. Sieben junge Staufenberger im Alter von neun und zehn Jahren haben sich zu den Aktionstagen angemeldet.

Und im Laufe der Woche schauten die Kinder auch, wie man diesen Problemen begegnen könnte: So entstand ganz spontan die Idee, eine Unterschriftenaktion zu starten. "Wir wollen erreichen, dass größere Mülleimer aufgestellt werden, die auch die Mülltrennung zulassen", erklärten die jungen Teilnehmer am gestrigen Mittwoch. Denn das ärgerte sie in den vergangenen Tagen am meisten: Müll, der neben den Mülleimern lag, weil diese zu voll sind. So seien weder Mülltrennung noch Recycling möglich. Auch die Vermeidung von Müll ist den Kindern wichtig: "Wir haben überlegt, wie weniger Mikroplastik in die Umgebung kommen kann", erklärt Lara Luboschik. "Aber auch durch den Verzicht auf Einwegbecher kann Müll vermieden werden," fügt Karina Grundwald hinzu.

Und auf noch etwas wurden die Kinder aufmerksam: "Wir müssen uns auch an die Politik wenden, denn die kann entsprechende Veränderungen erreichen."

Das Thema der Umweltaktionstage haben dabei die Teilnehmer selbst ausgesucht: Schon bei der Anmeldung wurden sie gefragt, was ihrer Meinung nach derzeit das größte Problem für die Umwelt ist. "Die meisten haben dabei den Plastikmüll genannt", erklärte Staufenbergs Jugendpfleger Sven Iffland. "Wir waren uns von Anfang an einig, dass die Aktionstage nur dann sinnvoll sind, wenn die Teilnehmer selbst über die Thematik entscheiden können."

Am heutigen Donnerstag gehen die Aktionstage dann in ihre letzte Runde. Dazu steht die Präsentation der Ergebnisse an: Diese werden ab 10 Uhr auf dem Wochenmarkt vorgestellt.

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