RHI Magnesita in Mainzlar

Kein Konsens: Einigungsstelle eingeschaltet

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Staufenberg (jwr). Die Verhandlungen über einen Sozialplan für noch etwa 120 Beschäftigungen im Mainzlarer Werk von RHI Magnesita sind vorerst gescheitert. In »freier Verhandlung« sei bei der jüngsten Gesprächsrunde am Mittwoch keine Einigung erzielt worden, obwohl man der Arbeitgeberseite »weit entgegengekommen« sei, äußerte sich Betriebsratsvorsitzender Michael Schwarz auf Anfrage.

Von Arbeitnehmerseite habe man einen neuen Vorschlag für einen Sozialplan vorgelegt, doch die Vorstellungen der Parteien liegen laut Schwarz weit auseinander.

Schließlich habe der Betriebsrat am Mittwoch den Beschluss gefasst, eine Einigungsstelle anzurufen und dies auch schon getan. Für den Vorsitz der Einigungsstelle hätten sich beide Parteien bereits auf eine Personalie geeinigt. Diese Person kenne den Konzern und habe schon Einigungsstellen bezüglich anderer RHI-Standorte geführt. Ziel sei weiter, einen »für alle Beschäftigten guten Sozialplan« zu erreichen, so Schwarz. Die nach wie vor »gute Arbeit der Belegschaft« müsse honoriert werden, auch diene ein attraktiver Sozialplan der weiteren Motivation der Belegschaft für die restliche Zeit im Betrieb.

Konzern äußert Bedauern

Auch RHI Magnesita äußerte sich auf Anfrage. Demnach habe man gemeinsam vereinbart, die Einigungsstelle in Anspruch zu nehmen. »Wir sind mit einem angemessenen Angebot in die Verhandlungen gegangen. Trotz einer weiteren Nachbesserung unsererseits lagen die Forderungen des Betriebsrats stets weit über einem realistischen Maß«, so die Lesart des Unternehmens. Man habe dem Vorschlag »im Hinblick auf den Vorsitzenden der Einigungsstelle zugestimmt«. RHI Magnesita bedauere, »dass es über den normalen Verhandlungsweg zu keiner realistischen Einigung kommen konnte«.

Die Produktion feuerfester Steine in dem Mainzlarer Werk soll, wie berichtet, bis Ende des Jahres stufenweise heruntergefahren, der traditionsreiche Standort dann geschlossen werden.

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