75. Heimattreffen als Ziel

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Die Stadt Staufenberg hat im Jahr 1956 eine Patenschaft für Porstendorf im Sudetenland übernommen, denn seit Februar 1946 leben Heimatvertriebene aus diesem Ort in Staufenberg.

Die Stadt Staufenberg hat im Jahr 1956 eine Patenschaft für Porstendorf im Sudetenland übernommen, denn seit Februar 1946 leben Heimatvertriebene aus diesem Ort in Staufenberg.

In ununterbrochener Reihenfolge gibt es seitdem die Heimattreffen der ehemaligen Porstendorfer und Uttigsdorfer, beide Dörfer gelegen im Schönhengstgau im Kreis Mährisch-Trübau, in Staufenberg. Ortsbetreuer Roland Heger, der bei der Flucht noch ein Junge war, begrüßte nun seine Landsleute zum 73. Heimattreffen.

Am Ehrenmal für die im Krieg vermissten und gefallenen Porstendorfer und Uttigsdorfer hinter der Firma Reimer in der Obergasse erinnerte Heger an das durch den Zweiten Weltkrieg verursachte Leid. Zwölf Millionen Menschen hätten ihre Heimat verloren, 3,9 Millionen davon aus dem Sudetenland. Über Nacht habe man seinen Wohnort verlassen müssen.

Viel zu plaudern

Heger weitete seine Gedenkrede aus auf alle Opfer von Kriegshandlungen unserer Tage. Zur Kranzniederlegung spielte Patrick Mühlich ein Trompetensolo. Am Totengedenken nahmen als Offizielle teil: Bürgermeister Peter Gefeller, Stadtverordnetenvorsteher Ernst Hardt, Stadtrat Dieter Preis und Ortsvorsteher Manfred Hein.

Die festliche Messe in der katholischen Pfarrgemeinde St. Joseph Lollar las Diakon Markus Müller. Anschließend saßen die Teilnehmer in der Stadthalle beim Kaffeetrinken und Plaudern zusammen. Heger verriet, dass nach dem 75. Heimattreffen wohl Schluss sein solle, denn die Teilnehmer würden älter und deren Zahl fortlaufend weniger.

Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass Erich Hübl, der in Australien wohnt, den weiten Weg nicht gescheut hatte.

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