Fredrik Vahle (Mitte) und seine musikalischen Mitstreiter geben auf der Oberburg Staufenberg ein Familienkonzert. FOTO: VH
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Fredrik Vahle (Mitte) und seine musikalischen Mitstreiter geben auf der Oberburg Staufenberg ein Familienkonzert. FOTO: VH

Ein Hauch von Festivalstimmung

  • vonVolker Heller
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Staufenberg(vh). In Fredrik Vahles Kinderliedern scheint alles ein wenig anders zu sein. Die Alltagserfahrungen werden praktisch auf den Kopf gestellt. Man stelle sich etwa vor, ein Samurai, Inbegriff des wagemutigen Kriegers, zeigt im Angesicht eines Tigers Nerven, sodass seine Großmutter in die Bresche springen muss. Offenbar hält Vahle nichts von Heldenverehrung. Er haut sie lieber mal in die Pfanne.

Beim dreitägigen Sommerfestival auf der Oberburg Staufenberg gaben Vahle und seine musikalischen Mitstreiter ein schönes Familienkonzert. Kinder und Begleitpersonen lümmelten sich teilweise auf der Wiese, sodass vor der Bühne gar ein wenig Festivalstimmung aufkam.

Dass ausgerechnet Vahles Regenlied erklang, als ein paar Tropfen fielen, war natürlich nur Zufall. Zwar war vorsichtshalber ein blaues Regenzelt aufgestellt worden, doch die kleinen und großen Gäste konnten den Nachmittag ohne weitere Wetterkapriolen genießen.

Zu Vahles Antiheld-Kampagne gehört auch, den Zuhörern in einem Dankeslied an die Heimat Erde den Gleichklang von Pflanze, Mensch und Tier nahezubringen. Bei derartigen Bemühungen unterstützten ihn die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (Gesang), Manfred Vetter (Percussion) und Heinz Müller (Bass).

Vahles Familienkonzert war Teil der Kampagne "Mein Ort und ich" des Demokratieprojekts Dabeisein - in den Gießener Lahntälern.

Das Projekt möchte im Vorfeld der hessischen Kommunalwahl im kommenden März den Austausch zwischen Bürgern und örtlicher Politik fördern. Deshalb gab es für die Besucher eine sehr außergewöhnliche Eintrittskarte.

Statt mit Geld zahlte man mit einer Idee für den eigenen Wohnort. Diese durchaus lohnenswerten Anregungen wurden online unter www.dabeisein-lahntaeler.de veröffentlicht. Heraus gekommen sind Wünsche wie dieser: "Wenn ich Politikerin wäre, würde ich die Rutsche auf dem Staufenberger Spielplatz sanieren, dass sich kein Kind mehr den Popo bei Sonnenschein verbrennen muss."

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