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Der Chor "Cantiamo" der Sängervereinigung Staufenberg singt beim Musik- und Kulturfestival im Salzburger Dom.

Großer Auftritt im Salzburger Dom

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Staufenberg (vh). Orchester, Chöre und Tanzgruppen aus aller Welt trafen sich jetzt zum 21. internationalen Cantus-Musik- und Kulturfestival sowie Chorfestival "Meet Mozart" in Salzburg. Darunter waren drei Chöre aus Deutschland, einer davon der junge gemischte Chor "Cantiamo" der Sängervereinigung 1854 Staufenberg mit Dirigent Axel Pfeiffer.

Am Eröffnungsabend im großen Saal der Stiftung Mozarteum trafen sich alle Teilnehmer zur Vorstellungsrunde bei musikalischen Darbietungen. Die Staufenberger bestaunten die Vielfalt. So gab es etwa ein Kammerorchester aus Kalifornien in den USA sowie Schulchöre aus Malta und Shanghai (China).

Die "Cantiamo"-Sänger nutzten den Aufenthalt natürlich auch für einen Stadtrundgang und erfuhren dabei Wissenswertes über Land und Leute sowie den bekanntesten Sohn der Stadt, Wolfgang Amadeus Mozart.

Dann wiederum streiften die Singstimmen ihre rot-schwarze Chorkleidung über und begaben sich in den voll besetzten Saal des Mozarteums. Die Staufenberger stellten fest: Das wunderschöne Jugendstilambiente bietet hervorragende Akustik. Somit war man bestens motiviert und gewann die Herzen der Zuhörer mit den Beiträgen "Heißa Kathreinerle" von Gunther Erdmann, "Der bucklichte Fiedler" von Johannes Brahms, "A Million Dreams" von Benj Pasek und Justin Paul und "Don’t Stop Me Now" von Queen. Abschließend sangen alle Chöre gemeinsam "Song of Peace" von K.M. Herbst.

Sänger beeindruckt von Kulisse

Es begleitete das Kammerorchester aus Kalifornien und am Klavier Jan Steffen Bechtold, der künstlerische Festivalleiter.

Musikalisch waren die Chöre und Kammerorchester noch einmal gefragt für die Umrahmung der ökumenischen Gottesdienstfeier im Salzburger Dom. "Cantiamo" hatte das "Laudate Dominum" von Josep Vila zum Vortrag ausgewählt.

Zwei Auftritte an bedeutenden Schauplätzen einer kulturellen Weltstadt werden den Sängerinnen und Sängern noch lange im Gedächtnis bleiben. Hat man doch nicht jeden Tag die Möglichkeit in einem beeindruckenden Dom zu singen, wo bereits die Mozarts geheiratet haben, berichten die Staufenberger.

Ein Ausflug ins Salzkammergut gehörte zum Festivalprogramm. Am Wolfgangsee erhielten die Sänger Einblick in die wunderschöne Landschaft rund ums "Weiße Rössl". Zur Abschlussveranstaltung trafen sich die Festivalteilnehmer in einem Restaurant am Fuße der Festung Hohensalzburg. Das Abschieds-Dinner-Buffet untermalte eine Blaskapelle. Schließlich wurden auch die Teilnehmerurkunden überreicht.

Weil sich alle vortrefflich verstanden hatten, verabschiedeten sich Chöre und Kammerorchester mit Liedbeiträgen und Musikstücken. "Cantiamo" und Dirigent Axel Pfeiffer gefielen dabei mit dem Song "Weit, weit weg" von Hubert von Goisern.

Am 2. November steigt in der Stadthalle Staufenberg ein Festkonzert, denn "Cantiamo" wird 30 Jahre alt und die Sängervereinigung Staufenberg 165 Jahre. Aus diesem Anlass beginnt am 12. August ein Männerchorprojekt. Immer montags treffen sich die Sänger fortan im Vereinsheim in der Jahnstraße. Interessenten melden sich bitte beim Vorstand oder den Singstimmen. Weiterhin engagiert sich die Sängervereinigung Staufenberg durch Chorleiter Axel Pfeiffer in einem Schulchorprojekt an der Goetheschule Staufenberg und nach den Sommerferien ebenfalls an der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) in Lollar. "Durch Singen kann jemand früh weltläufig werden", meinen die "Cantiamo"-Aktiven. Denn beim Besuch in Salzburg waren die jüngsten Teilnehmer acht Jahre alt.

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