Über die Zukunft des Werks in Mainzlar führen RHI Magnesita und der Betriebsrat Gespräche.
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Über die Zukunft des Werks in Mainzlar führen RHI Magnesita und der Betriebsrat Gespräche. (Archiv)

Aus für RHI-Magnesita-Standort

Kreis Gießen: Stufenplan für Werks-Stilllegung – Belegschaft „entsetzt und enttäuscht“

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Ein großer Arbeitgeber im Landkreis Gießen macht dicht: Das Mainzlarer Werk von RHI Magnesita. Jetzt ist klar, wann die letzten Angestellten gehen müssen.

Staufenberg – Am Montag (01.03.2021) hat eine weitere Runde der Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen für das Mainzlarer Werk von RHI Magnesita (ehemals Didier) stattgefunden - und laut Arbeitnehmerseite stehen nun konkrete Daten für eine schrittweise Stilllegung des traditionsreichen Standorts im Raum. Das Unternehmen habe angekündigt, »das Werk sukzessive beginnend mit Juni 2021 zu schließen«, teilte Michael Schwarz, Vorsitzender des lokalen Betriebsrats, am Dienstagabend mit. Die letzte Produktion in Tunnelofen eins solle demnach am 8. Juli erfolgen, im Falle des zweiten Ofens am 15. Juli. Schwarz weiter: »Am 31. Januar 2022 sollen dann alle Arbeitsplätze entfallen sein.«

Kreis Gießen: Belegschaft bei Werk in Gießen hat „große Existenzangst“

Der Betriebsrat habe gefordert, »dass dieser Stellenabbau nur mit einem gut dotierten Sozialplan und einer Transfergesellschaft durchgeführt werden kann«. Der Transfergesellschaft hat der in Wien ansässige Konzern laut Schwarz grundsätzlich zugestimmt. Ferner habe man »vom Arbeitgeber eine ›Bleibe-Motivationsprämie‹ gefordert, damit die Mitarbeiter weiterhin motiviert arbeiten«. Die Belegschaft (aktuell noch knapp 130 Menschen) sei nun »entsetzt und enttäuscht«, da die Alternativkonzepte des Betriebsrats für die Fortführung nicht angenommen worden seien. Es herrsche »große Existenzangst in der Belegschaft«, so Schwarz. (jwr)

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