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Finanzielle Unterstützung für CBES

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Von: Jonas Wissner

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Staufenberg (jwr). In ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause haben die Staufenberger Stadtverordneten am Dienstagabend ein straffes Programm absolviert. Einmal mehr waren die Details im Haupt- und Finanzausschuss ausgiebig vorbereitet worden, sodass breite Diskussionen im Parlament ausblieben und alle 18 Tagesordnungspunkte innerhalb von zwei Stunden abgearbeitet waren.

Unter anderem gab es ein Novum, das künftig für jede Sitzung vorgesehen ist: der Bericht des jüngst gewählten Jugendbeauftragten Marian Moldenhauer (GAL). Er informierte das Plenum in der Stadthalle über jugendspezifische Aktivitäten seit Oktober, darunter die Umwelt-Aktionstage in den Herbstferien mit einem Fokus auf Mülltrennung und -vermeidung und die Aufstellung einer in Allendorf zuletzt ungenutzten Mini-Rampe für Skater am Staufenberger Jugendzentrum. Auch neue Video- und Podcast-Projekte des Staufenberger Kinder- und Jugendbüros (KJB) kamen zur Sprache. Für die nun anstehenden Ferienspiele mit über 30 Veranstaltungen haben sich laut Moldenhauer bereits 147 Teilnehmende angemeldet.

Die Wahl des Jugendbeauftragten, der die Belange junger Menschen im Parlament unterstreichen soll, ist eine Voraussetzung für eine Kooperation mit dem Landkreis unter dem Titel »Jugendgerechte Städte und Gemeinden«. Eine weitere ist die Erarbeitung eines Kurzkonzepts zu angedachten jugendspezifischen Maßnahmen. Dieses wurde in Abstimmung mit dem Staufenberger KJB erstellt und nun einstimmmig vom Parlament angenommen. Außerdem wurde der Magistrat beauftragt, die Kooperation einzugehen.

Bestandteil des Konzepts ist etwa die »Entwicklung von jugendgerechten Beteiligungsformaten«, insbesondere die Wahl einer Jugendvertretung. Die Stadt sei neben Buseck eine der ersten Kommunen, die diese Form der Zusammmenarbeit mit dem Kreis eingeht, unterstrich Moldenhauer. »Das bietet sich super für uns an, finanzielle Mittel für Projekte lassen sich so deutlich leichter beantragen«, so der Jugendbeauftragte weiter.

Auf der Tagesordnung stand am Dienstag ein weiteres Thema, bei dem es im weitesten Sinne um Jugendförderung geht, wobei die Stadt in diesem Fall selbst finanziell einspringen will: Um eine Stelle an der Lollarer Clemens-Brenato-Europaschule im Bereich Berufsorientierung für das kommende Schuljahr zu sichern, votierten die Stadtverordneten einstimmig dafür, 15 000 Euro außerplanmäßig auszugeben. Für das darauffolgende Jahr steht eine Förderung über den Europäischen Sozialfonds in Aussicht.

Der Sozialausschuss sowie der Finanzausschuss in Lollar hatten kürzlich eine Beteiligung ihrer Kommune in gleicher Höhe empfohlen, das dortige Stadtparlament entscheidet voraussichtlich am heutigen Donnerstag darüber.

Laut der Staufenberger Beschlussvorlage geht es »um eine Unterstützung von jungen Menschen, denen gerade jetzt zum Ende der Pandemie nach über einem Jahr ohne richtige Schule nicht nur Perspektivlosigkeit, sondern auch Orientierungslosigkeit droht«. Auch Staufenberg gehört zum Einzugsgebiet der Schule. Bislang sei über das Projekt weit über 200 Schülern geholfen worden, sagte Bürgermeister Peter Gefeller, »eine gute Sache«. Es sei schade, dass Bund und Land sich nun aus der Finanzierung zurückgezogen hätten. Die Zustimmung in Staufenberg erfolgte am Dienstag in der Erwartung, dass auch das Lollarer Parlament heute nachzieht.

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