Filmemacher auf Kurzecks Spuren

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Staufenberg(pm). "Das Kleid meiner Großmutter" lautet der Titel eines Filmprojekts des Theaters Joschik und des Staufenberger Vereins Im-Puls. Es ist im Rahmen des Kulturförderprogramms FLUX entstanden und vor wenigen Tagen online gestellt worden. Der Film begibt sich auf die Spuren von Peter Kurzeck - den bis heute einzigen Staufenberger Ehrenbürger.

Multimediales Erbe für die Nachwelt

Peter Kurzeck (1943 bis 2013) ist einer der großen Schriftsteller der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Er hat Staufenberg, dem Ort seiner Kindheit und Jugend, einen ganzen literarischen Kosmos gewidmet. "Staufenberg war ein Leben lang Fixpunkt seiner Erinnerungen und seines Schreibens und Erzählens", erläutert Bürgermeister Peter Gefeller. Mit den Romanen "Kein Frühling" (1987) und "Vorabend" (2001) sowie mit dem frei erzählten Hörbuch "Ein Sommer, der bleibt" (2008) habe Kurzeck der Stadt Staufenberg ein literarisches Denkmal gesetzt.

Nun also ein Film über Peter Kurzeck, über sein Leben und seine Werke? Nein, das wäre zu kurz gegriffen. Die Filmemacher Ekaterina Khmara und Matthias Faltz folgen zwar dem Auftrag Kurzecks, Dinge festzuhalten und zu bewahren, sie lassen aber Menschen aus Staufenberg und der Umgebung zu Wort kommen, die aus heutiger Sicht Orte und Erinnerungen beschreiben, die es zu bewahren gilt.

"Das Kleid meiner Großmutter" ist ein Film, der multimedialen Tanz, Bewegung, Interviews und Gesang zu Staufenberger Geschichten zusammenführt. Ebenso wie die bereits bekannte Kurzeck-App bedient also auch dieser Film die "Oral History", also die mündliche Geschichte, und sichert so viele Alltagserlebnisse für die Nachwelt. Zu sehen unter www.im-puls-staufenberg.de.

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