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Das Fachwerkgebäude in der Gießener Straße ist rund 250 Jhre alt.

Denkmalbeirat vor Ort

Fachwerkhaus in Daubringen wird zum Schmuckstück

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Staufenberg (pm). Mitglieder des Denkmalbeirats im Landkreis Gießen besuchten jüngst ein weit über 250 Jahre altes Fachwerkhaus in Daubringen - eines der ältesten erhaltenen Gebäude im Dorf. Beiratsvorsitzende Susanne Gerschlauer besuchte das Denkmal gemeinsam mit sechs Mitgliedern und Bürgermeister Peter Gefeller. Alle zeigten sich beeindruckt von dem Einsatz der Eigentümer: Susanne Rotter und Udo Dort hatten viel Mühe auf sich genommen, um das heruntergekommene Gebäude zu sanieren. Sie sind dabei, aus dem Fachwerkhaus ein Schmuckstück mitten im Dorf zu schaffen.

Bauherren mit Liebe zum Detail

Viele kreative Ideen der Bauherrschaft fanden besonderen Anklang. So haben sie einige historische Wandflächen in ihrem ursprünglichen Zustand belassen und diese durch Sichtfenster (-scheiben) geschützt. Jetzt kann man durch die Fenster auf die Ursprünge des Hauses schauen. Die Bauherrin und der Bauherr haben sich seit Erwerb des Gebäudes 2012 in die unterschiedlichsten Handwerkstechniken wie Zimmerei, Lehmbau sowie die Behandlung der Lehmoberfläche durch geeignete Anstrichstoffe eingearbeitet und in umfangreicher Eigenarbeit individuelle bauliche Lösungen im Haus umgesetzt.

Den Herausforderungen, auf die sie im historischen Gebäude stießen - etwa Materialschäden durch Wassereintritt - begegneten sie mit starken Nerven. Eine gute Beratung durch professionelle Handwerker, aber auch durch die Untere Denkmalbehörde des Landkreises Gießen half, Problemlösungen bei der Beseitigung zerstörter und dem Aufbau neuer Teile zu finden.

Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, öffnet das Fachwerkhaus in der Gießener Straße 30 seine Pforten. Die Bauherren erklären bei Führungen durch Haus, Hof und Garten die Fortschritte der Bauarbeiten vom Abriss des mit Hausschwamm befallenen Gebäudeteils bis zum Wiederaufbau und den Sanierungsarbeiten mit Holz, Lehm und Stein. Von 11 bis 18 Uhr haben die Besucher Gelegenheit, das Grundstück und die Gebäude bei einem Imbiss, Kaffee oder Kaltgetränken kennenzulernen. Die verwendeten Materialien und Werkzeuge werden vorgestellt und Bilder und ein kurzer Film zeigen die einzelnen Bauabschnitte.

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