Die erste öffentliche Aktion des Bürgernetzwerks bringt 22 Helfer in die Vitale Mitte. FOTO: VH
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Die erste öffentliche Aktion des Bürgernetzwerks bringt 22 Helfer in die Vitale Mitte. FOTO: VH

Etliche Säcke voller Abfall

  • vonVolker Heller
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Staufenberg(vh). Manchmal braucht es für eine gute Tat nur eine Stunde Freizeit. 22 fleißige Helfer des neuen Bürgernetzwerks "Staufenberg-nachhaltig!" tummelten sich am Samstagnachmittag in der Vitalen Mitte. Allerdings wollten sie nicht einkaufen, sie waren vielmehr ausgestattet mit blauen Abfallsäcken und Müllgreifern und auf der Suche nach Dingen, die eigentlich nicht dorthin gehörten, wo man sie schließlich fand.

Am Treffpunkt, dem Sportlereingang der Stadthalle, informierten Irene van Daalen und Jasmin Müller, dass der städtische Bauhof vor zwei Tagen erst das Terrain gesäubert habe. Dieser Zufall entmutigte aber niemanden. Es wurde keinesfalls erwogen, abzubrechen und ausschließlich die Eisdiele aufzusuchen, was man nach getaner Arbeit ohnehin hätte tun wollen.

Stadtteile werden einbezogen

Jetzt war man gespannt, ob die Vitale Mitte 48 Stunden lang sauber geblieben war. In Kleingruppen schwärmten die Leute mit dem sozialen Gewissen aus. Auch einige Kinder machten mit.

Abstecher führten die Helfer bis zum alten Rewe-Standort, dem Feuerwehr-Gerätehaus oder dem Dirtpark. Im Ergebnis kamen schließlich nach 60 Minuten gründlicher Suche etliche Säcke und Eimer voller Abfall zusammen.

Hatte nun der Bauhof schlampig gearbeitet? Das soll keinesfalls unterstellt werden. Oder sind Besucher der Vitalen Mitte potenzielle Umweltsünder? Wahrscheinlich sieht es überall ähnlich aus. Hinzu kam gerade am Wochenende der böige Wind, der den Inhalt aus Abfallbehältern hinauswirbeln kann. Klappdeckel würden eine Abhilfe sein.

Müll sammeln und andere Aktionen des Bürgernetzwerks sollen stets nachhaltig sein. Müll will man einmal im Monat und bei Bedarf öfters einsammeln, erläuterten die Sprecherinnen.

Müller erklärte, man beabsichtige, die übrigen Stadtteile miteinzubeziehen. Solche Aktionen könnten zudem thematisch variieren: entlang der Lumda, auf Spielplätzen, nur Zigarrettenkippen und Ähnliches. Mitmachen könne jeder. Müller und van Daalen freuen sich über Rückmeldungen und Vorschläge. Kontakt: staufenberg-nachhaltig@posteo.de.

Die noch junge Mitmachgruppe hat sich bereits mit dem ebenfalls neuen Klimaschutzmanager der Stadt Staufenberg kurzgeschlossen. Fabian Wagenbach ist seit dem 1. Februar dieses Jahres für Klimaschutz und Energiewende zuständig. Jeden letzten Donnerstag im Monat steht ein Zusammentreffen an.

Verschiedene Arbeitsgruppen haben sich bisher gebildet. Auch die AG Stadtradeln wird bald aktiv, und zwar vom 20. Juli bis 9. August. Dann nimmt die Stadt Staufenberg erstmals an dieser Kampagne des gleichnamigen Klima-Bündnisses teil. Anmeldungen und Informationen unter stadtradeln.de/staufenberg.

Die AG Obstbäume will herrenlose Obstbäume ausfindig machen. Die AG Workshops möchte Angebote für Kinder machen, die AG Gain (Global Aid Network) will die internationale Hilfsorganisation (Sitz in Gießen) unterstützen.

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