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An der Straße Am Mohnstrauch sollen auf der noch grünen Wiese vier Doppelhäuser entstehen. Sie würden die vorhandene Gebäudestruktur optisch stark verändern.

Einwände gegen geplante Gebäudehöhe

  • VonVolker Heller
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Staufenberg (vh). Am Mohnstrauch in Richtung Siemensstraße in Staufenberg-Süd will ein privater Investor auf der 2450 Quadratmeter großen und momentan noch grünen Wiese vier Doppelhäuser bauen. Die Gebäude sollen nach der vorläufigen Planung zwei Vollgeschosse erhalten, eine Firsthöhe von 10,50 Meter und ein Satteldach ohne Gauben. Der städtische Finanzausschuss beriet das Vorhaben.

Grundsätzlich gab es keine Einwände gegen weitere Bebauung, wohl aber Bedenken ob der Dimensionen.

Claus Waldschmidt (SPD) bekundete »ein bisschen Angst vor dieser Kubatur«. Hier vorhandene Häuser stehen fast alle einzeln. Die vier Doppelhäuser ergäben eine völlig neue Optik. Waldschmidt meinte daher, die Häuser sollten nicht so wuchtig werden, sich der Umgebung besser anpassen. Zwei Geschosse würde er abnicken, aber die Firsthöhe solle geringer ausfallen. Klaus Faulenbach (SPD) fand die Gebäude einen »zu dominierenden Eingriff«. Er riet davon ab, zwei Geschosse zu beschließen.

Roland Ehmig (FW) lehnte die Gebäudehöhe und generell die bauliche Verdichtung ab. Ralph Wildner (GAL) regte an, nachzudenken, inwieweit man, statt in die Höhe, horizontal Wohnfläche gewinnen könne. Mathias Wolf vom Planungsbüro Fischer (Wettenberg), zuständig für das Bauleitverfahren, erkannte den Zwiespalt. Das Baugesetz gebe der in diesem Fall vorliegenden Nachverdichtung den Vorzug. Generell solle mit dem vorhandenen Grund und Boden sparsam umgegangen werden.

Andererseits dürften auch die Interessen der Nachbarn nicht außen vor bleiben, riet Wolf. Ausschussvorsitzender Reiner Mehler (SPD) vertagte den Aufstellungsbeschluss für das Bauvorhaben.

Der beauftragte Architekt des Investors, das Büro Feldmann aus Gießen, soll nun nachbessern bezüglich weniger Gebäudehöhe und Stockwerke.

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