Ottmar Krüger Katastrophenschützer
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Ottmar Krüger Katastrophenschützer

DRK-Neubau im Mittelpunkt

  • vonVolker Heller
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Staufenberg(vh). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erfindet sich gerade neu. Jedenfalls in Mittelhessen. Die als Rettungsdienst bekannte Organisation betreibt auch Kindertagesstätten. In Nordhessen gab es erste Gehversuche, und vor knapp einem Jahr eröffnete das DRK eine Kita mit Familienzentrum in Gießen. Zum Jahresbeginn 2020 übernahm die Organisation die Kitas der Gemeinde Rabenau, und am 9. Mai wird die neue Tagesstätte mit Familienzentrum in Daubringen mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht.

Zusammenarbeit zukunftsweisend

Die bevorstehende Inbetriebsnahme des multifunktionalen Gebäudes in Daubringen war dem DRK-Kreisverband Marburg-Gießen Anlass, um den Neujahrsempfang in der Stadthalle Staufenberg durchzuführen. Verbandspräsident Dr. Klaus Döring begrüßte rund 370 geladene Gäste. Im Mittelpunkt vieler Redebeiträge stand der Neubau in Daubringen. Hierbei wird das DRK-Konzept einer Kombination von Kita und Familienzentrum fortgeführt und zusätzlich ein kulturelles Begegnungszentrum für die Stadt Staufenberg angegliedert. Das wiederum ist ein Novum und dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier seine Anwesenheit am 9. Mai wert.

Das dreigeschossige Haus kostet 4,5 Millionen Euro. Am 15. Februar läuft der Kita-Betrieb an. Das Angebot umfasst 24 Plätze für unter Dreijährige und 50 Plätze für die älteren Kinder.

Einige Informationen gab die künftige Kita-Leiterin Birgit Theophel. Mit der nachbarlichen Kita Am Buchenberg und der Waldschule seien Kontakte geknüpft worden. Man habe die Schulmediathek in Lollar angefragt wegen einer zu schaffenden Ausleihmöglichkeit im Familienzentrum. Der Bewegungsraum der Kita könne bei Bedarf durch Vereine mitgenutzt werden.

Präsident Döring nannte das Multifunktionsgebäude "unser bisher größtes Projekt". Zukunftsweisend sei die Zusammenarbeit mit der Stadt (brauchte eine neue Kita) und dem Verein Impuls (betreibt das Begegnungszentrum). In den Rabenauer Kitas würden bald die Bestuhlung erneuert und die Außengelände aufgemöbelt werden. Das Therapiezentrum am Gießener Philosophenwald bewähre sich, in Garbenteich solle ein neues hinzukommen.

Gießens Regierungs-Vizepräsident Martin Rößler würdigte den "neuen Ansatz" des DRK in Daubringen. Landrätin Anita Schneider sprach vom "frischen Wind in der Betreuungslandschaft" und informierte zudem über den Anstieg der DRK-Einsätze im vergangenen Jahr (1626 mehr als 2018). In der Ober-Bessinger Pforte sei ein DRK-Museum in Planung.

Kreisbeigeordneter Manfred Hoim (Marburg-Biedenkopf) thematisierte Behinderungen und Handgreiflichkeiten gegenüber Mitarbeitern der Rettungsdienste. DRK-Landespräsident Norbert Södler hob die ehrenamtliche Arbeit im DRK hervor.

Geschäftsstelle wird modernisiert

Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller skizzierte den Entstehungsweg des Multifunktionsgebäudes. Mitglieder des Vereins Impuls lieferten Kleinkunst-Kostproben.

Kreisverbands-Vizepräsident Rüdiger Schmeltzer blickte auf 2020. Ab Februar werde die Geschäftsstelle in der Eichgärtenallee in Gießen modernisiert (Entkernen, Teilaufstocken). Neue Fahrzeuge erhielten die Bereitschaften Laubach, Kirchhain und Stadtallendorf, zwei seien für die Hundestaffeln gedacht, ein geländegängiger Gerätewagen ging an die Wasserwacht. Weitere Kitas sind in Planung, Gespräche werden geführt. Noch sei aber nichts spruchreif.

Für 40 Jahre aktive Dienstzeit im Katastrophenschutz erhielt Ottmar Krüger beim Empfang die goldene Katastrophenschutzmedaille des Landes Hessen. Heike Fuchs-Stey bekam die Medaille in Bronze für zehn Jahre aktive Dienstzeit überreicht. FOTO: VH

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