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Im Sportheim des SV Staufenberg gibt es einiges zu tun. Bei der vorgesehenen Grundsanierung würden auch die Umkleiden und Duschen erneuert. FOTO: VH

Disput um Fördersumme

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Staufenberg(vh). 1920 stellte der damalige Turnverein Staufenberg erstmals eine Fußballmannschaft auf. Daraus wurde eine Abteilung und aus dem Turnverein der heutige SV Staufenberg. Im Jubiläumsjahr der Fußballer will der Verein das Sportheim sanieren und mit einem Anbau versehen. Die Gesamtkosten werden mit 280 000 bis 300 000 Euro kalkuliert. Der SV erwartet Zuschüsse vom hessischen Innenministerium, dem Landessportbund und der Stadt Staufenberg. Seitens der Stadt klafft jedoch eine große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Der SV wünscht 90 000 Euro, die Stadt bietet 30 000 Euro.

Der parlamentarische Finanzausschuss hat den Antrag des SV auf insgesamt 90 000 Euro mehrheitlich abgelehnt. Der Verein war mit dieser Summe vorstellig geworden, da nach seiner Ansicht die Stadt so viel Fördergeld auch in den Aktivpark in Mainzlar gesteckt habe. Dass dem SV die noch nicht abgerufenen 30 000 Euro aus dem städtischen Sportstättenkonzept weiter zustehen, darüber gab es keine Diskussion. Diese Summe war bei Konzepterstellung jedem Stadtteil zugesagt worden.

CDU-Antrag scheitert

Wilfried Schmied (CDU) äußerte Verständnis für die Sonderwünsche des SV. Das Sportgelände des Vereins sei fußläufig von der künftigen Grundschule auf dem Gelände des alten Rewe erreichbar. Schulsport außerhalb der Staufenberger Stadthalle sei möglich. Diesbezüglich könne er sich auch eine Partnerschaft zwischen SV und dem Landkreis als Schulträger vorstellen, so Schmied. Er stellte daher den Antrag, beginnend ab 2020 jeweils 20 000 Euro jährlich in den städtischen Haushalt einzustellen.

Roland Ehmig (FW) nannte als Gegenargument die Gleichbehandlung aller Sportvereine in den Stadtteilen. Claus Waldschmidt (SPD) führte die Ablehnung seiner Fraktion näher aus. Wenn man jetzt draufsattele und dann alle Sportvereine gleich behandeln wolle, sei das finanziell nicht leistbar. Zusätzliche 20 000 Euro seien im Haushalt 2020 auch nicht eingestellt.

Falls die Kapazität für den Schulsport in der Stadthalle nicht ausreichen sollte, sei zunächst der Kreis gefragt, Abhilfe zu schaffen, so Waldschmidt. Ausschussvorsitzender Reiner Mehler (SPD) bezifferte den Haushaltsüberschuss auf 37 000 Euro. Das sei ohnehin knapp bemessen. Bei der Abstimmung erhielt Schmieds Antrag keine Stimme aus den übrigen Fraktionen.

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