»Schamott« in Mainzlar

Betriebsrat zufrieden mit Verhandlungen

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Staufenberg (jwr). Nach einer weiteren Verhandlungsrunde über die stufenweise Stilllegung des Mainzlarer Werks von RHI Magnesita (ehemals Didier) am Mittwoch äußert sich Betriebsratsvorsitzender Michael Schwarz zufrieden mit dem Fortgang der Gespräche. »Es lief sehr gut«, sagte Schwarz auf Anfrage mit Blick auf die Verhandlungen über einen Interessenausgleich, der die weiteren Maßnahmen und Schritte bis zur Schließung regeln soll.

Das Papier sei aus seiner Sicht »fast unterschriftsreif«, beide Parteien hätten sich »weitgehend angenähert«, Ziel sei ein zeitgleicher Abschluss mit dem Sozialplan, über den noch verhandelt werde. Die nächsten Gespräche sind laut Schwarz für den 7. April geplant, dann wolle man dem Arbeitgeber einen Sozialplanentwurf vorstellen.

»Die Stimmung in der Belegschaft ist zurzeit generell wieder positiver, die Leute sind motiviert«, so Schwarz weiter. Das liege nicht zuletzt an der monatlichen »Bleibeprämie«, die das Wiener Unternehmen den Mitarbeitern rückwirkend ab März bis zum jeweiligen Ende des Arbeitsverhältnisses zahlt. Auch die zeitliche Verschiebung der Stilllegung wirke sich positiv auf die Stimmung aus. Hintergrund: Nachdem über Monate mehrere Daten für die Werksschließung im Raum gestanden hatten, beabsichtigt der Konzern nun, den Zwei-Ofen-Betrieb ab Ende September zu beenden. Die Produktion im letzten Tunnelofen soll demnach Ende Dezember enden - etwa ein halbes Jahr später als ursprünglich kommuniziert.

Auf Nachfrage bezog auch RHI Magnesita Stellung zum Verhandlungsstand: »Die Gespräche verlaufen konstruktiv und beiderseits verantwortungsbewusst, da sowohl wir als Unternehmen wie auch der Betriebsrat die nötigen Weichen richtig stellen wollen, um die Mitarbeiter in der Phase der Umstellung möglichst gut zu unterstützen«, heißt es darin. Man habe am Mittwoch »offen und ergebnisorientiert über einen Interessenausgleich gesprochen«. Der Einrichtung einer Transfergesellschaft war schon zuvor zugestimmt worden.

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