Beteiligung an "Interkom"

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Staufenberg (vh). Im Februar fasste das Staufenberger Stadtparlament den Grundsatzbeschluss für die Beteiligung am gemeinsamen Gewerbegebiet an der Landesstraße L 3048 zwischen Heskem und Wittelsberg mit Ebsdorfergrund und Marburg.

Im nächsten Schritt hat das Parlament soeben einstimmig (zwei Enthaltungen) die Mitgründung einer Infrastrukturgesellschaft namens Interkom beschlossen. Am Stammkapital in Höhe von 100 000 Euro ist Ebsdorfergrund mit 50 000 Euro beteiligt, übrige Partner mit 25 000 Euro (50:25:25 Prozent).

Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) nannte das Projekt "zukunftssichernd". Es bringe Gewerbesteuereinnahmen und schaffe Arbeitsplätze für die Menschen der Region. Viele Menschen hätten dann kurze Wege, statt etwa gen Frankfurt zu fahren. Wilfried Schmied (CDU) nannte das Vorhaben "gut vorbereitet" (jahrelange Vorarbeit durch Bürgermeister Andreas Schulz, Ebsdorfergrund). Die ohnehin hohe Jobdichte in Mittelhessen (eine der höchsten im Bundesland) werde noch verbessert.

Das "Interkom" (gleicher Namen für die Gesellschaft und das Gewerbegebiet) sei eine der wenigen Gewerbeflächen in Hessen mit Beteiligung mehrerer Kommunen, also als vorbildlich zu bezeichnen. Claus Waldschmidt (SPD): "Wir hoffen auf den Erfolg". Es sei ökologisch sinnvoller, an einer Stelle Fläche zu verbrauchen, statt an drei Standorten.

Im Herbst folgt der dritte Schritt: Ein städtebaulicher Vertrag zwischen "Interkom" und der Gemeinde Ebsdorfergrund sowie eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung der drei Kommunen über die Folgekosten (Unterhaltung der Infrastruktur im Gewerbegebiet) und Aufteilung der Gewerbesteuer. Weil Ebsdorfergrund die Folgekosten komplett übernehmen wird, soll die Gemeinde 55 Prozent der Steuern erhalten, Marburg und Staufenberg jeweils 22,5 Prozent.

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