Begriff »Gießener Lahntäler« irritiert

  • Jonas Wissner
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Staufenberg (jwr). Die Kreiskommunen im »Teilraum Nord« (Lollar, Staufenberg, Allendorf/Lumda, Rabenau, Buseck und Reiskirchen) wollen mit einem gemeinsamen Tourismuskonzept unter dem Schlagwort »Gießener Lahntäler« die Vorzüge der Region herausstellen und Gäste anlocken. Kürzlich hat die Tourismusbeauftragte Anna Erb, formal bei der Gemeinde Rabenau angestellt, auch dem Staufenberger Parlament die Kernpunkte des Konzepts und den Stand erläutert.

Zu den Zielen gehöre, »Menschen aus den umliegenden Regionen zu begeistern«, zumal die Corona-Pandemie gezeigt habe, »dass Urlaub in der Heimat attraktiv sein kann«, so Erb in ihrem Vortrag. Langfristig könne Tourismus dazu beitragen, die Infrastruktur vor Ort zu verbessern, etwa durch Einnahmen aus Tagestourismus oder »die verstärkte Ausweisung von Rad- und Wanderwegen«. Doch viele Ideen ließen sich nicht binnen ein oder zwei Jahren umsetzen. Im Zuge einer »Situations- und Umfeldanalyse« habe man erfasst, was Menschen an den »Gießener Lahntälern« reizen könnte, sagte Erb. Es handle sich um eine »grüne Oase, die sich direkt an die Stadt Gießen schmiegt«, Kontrast zu Gießen und Marburg, Entschleunigung und »Natur pur« biete. Ein gemeinsames Logo solle als »kommunikativer Orientierungspunkt« dienen.

Als Staufenberger Highlights erwähnte Erb unter anderem die Burg samt verwinkelter Altstadt, die Kurzeck-App, das Kulturcafé in Daubringen, den Totenberg und die Treiser Höhlen sowie den Aktivpark. Zurzeit werde eine Datenbank erweitert, in die etwa touristische Attraktionen oder Veranstaltungen eingepflegt werden können und die auf verschiedenen Plattformen ausgespielt werden soll. Geplant seien auch Info-Broschüren, die sukzessive Erweiterung der Tourismus-Website sowie weitere Kooperationen.

Die Stadtverordneten nahmen Erbs Ausführungen wohlwollend zur Kenntnis. Berndt Dugall (CDU) zeigte sich mit dem Begriff »Gießener Lahntäler« allerdings »nicht ganz glücklich«, auch Manfred Hein (FW) konnte damit wenig anfangen. Ilse Staude (GAL) regte an, auf der Tourismus-Homepage auch weibliche Wortendungen zu berücksichtigen.

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