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Bebauungsplan für Palettenwerk

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Von: Volker Heller

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Das 1925 an der Daubringer Straße errichtete Palettenwerk Lemmer erhält, vorbehaltlich des Beschlusses im Stadtparlament, nach fast 100 Jahren Firmengeschichte Bestandsschutz. © Volker Heller

Staufenberg (vh). Das Mainzlarer Palettenwerk Lemmer, gelegen zwischen Lumda und Daubringer Straße, wurde 1925 errichtet. Der Standort des Betriebsgeländes ist nach heutigen Maßstäben denkbar ungünstig, aber die Firma hat sich dort eingerichtet und will bleiben. Um den Bestandsschutz dauerhaft abzusichern, wurde erstmals 2007 ein Bebauungsplan aufgestellt.

Das Bauleitverfahren kam in den Folgejahren wiederholt zum Stillstand, sodass nunmehr im Frühjahr 2022 der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan dem städtischen Finanzausschuss vorlag. Einstimmig billigte das Gremium diesen.

Falls auch das Parlament in seiner Sitzung am 15. März grünes Licht gibt, ist das Verfahren endlich abgeschlossen. Für den Firmeninhaber bedeutet das freilich, dass er sein Betriebsgelände an diesem Standort nicht erweitern kann.

Keine schnelle Lösung

Allerdings, so verriet Bürgermeister Peter Gefeller, plane Lemmer innerhalb des Geländes eine Straße, um den Lieferverkehr effizienter zu gestalten. Die großen Lkw hielten momentan noch auf der Daubringer Straße.

Dr. Bernd Dugall (CDU) kam auf zwei Gesichtspunkte zu sprechen, die aber vom beauftragten Planungsbüro Fischer schon in den Satzungsbeschluss eingearbeitet wurden.

Dugall meinte, es müsse verhindert werden, dass sich das Betriebsgelände eines Tags Richtung Daubringen ausdehne. Außerdem sollte gewährleistet sein, dass auf der Parkfläche zwischen Daubringer Straße und Lumdatalbahn nicht plötzlich Palettenstapel hochwachsen.

Das Bauleitverfahren zog sich hin, weil es für die bei der Offenlage 2007 geäußerten Einwände jeweils keine schnelle Lösung gab. Das betraf hauptsächlich den technischen Schallschutz, die Ausweisung von Stellplätzen für Autos und den Lieferverkehr, die Beurteilung des Retensionsraums (Lumdahochwasser) sowie die Klärung von Zuständigkeiten der Unteren und Oberen Wasserbehörde. Schließlich bremste noch die Coronapandemie.

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