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Tempo-30-Abschnitte sind auch auf Landesstraßen erlaubt wie im Bereich der Kita Flohkiste (Gießener Straße, Lollar). Staufenbergs Bürgermeister Gefeller will in allen vier Stadtteilen sämtliche Ortsstraßen komplett als Tempo-30-Zonen ausweisen. Foto: vh

Staufenberger Bürgermeister

Staufenberg: Bald Tempo 30 in allen Stadtteilen

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In vielen Gemeinden ist Tempo 30 die Ausnahme. In Staufenberg soll sich das ändern. Bürgermeister Gefeller will auf allen Ortsstraßen in den vier Stadtteilen die Höchsteschwindigkeit reduzieren.

Bürgermeister Peter Gefeller plant einen großen Wurf in Sachen Verkehrssicherheit. Er will auf der Dezembersitzung des Stadtparlaments eine Magistratsvorlage einbringen mit der Absicht, sämtliche Ortsstraßen der vier Stadtteile in Tempo-30-Zonen umzuwidmen. Ausgenommen wären die Landesstraßen, meist Ortsdurchfahrten, aber auch die Vorstadt, wo weiterhin 50 Kilometer pro Stunde gelten (bis auf die bestehende 30er-Zone der Treiser Hauptstraße).

Damit einher ginge in jeder Tempo-30-Zone die allgemein gültige Vorfahrtregel rechts vor links. Gefeller erläuterte diese Neuigkeit während der Bürgersprechstunde in der Waldschänke Daubringen.

Straßenverkehr und -Lärm waren gewichtige Themen der gut besuchten Veranstaltung. Zur Kontrolle an ausgewiesenen Gefahrenpunkten komme künftig ein mobiler Laser-Blitzer, der sei nämlich flugs am Messstandort einjustiert und ansonsten so gut wie unsichtbar. "Die Erfahrungen mit dem Standard-Blitzgerät sind ernüchternd", sagte Gefeller und nannte als Beispiel eine Aktion im August in der Gießener Straße (Daubringen). WhatsApp und Facebook sei Dank, spreche sich das blitzschnell herum. Wenn an gleicher Stelle der Smiley aufgestellt werde, zeige sich die ganze Wahrheit. Der Smiley zeigt dem Fahrer auf LED-Display die Geschwindigkeit an, die für die Statistik auch gespeichert wird, ohne zu blitzen.

Das neue Parkraumkonzept der Stadt will möglichst viele Autos von Straßen und Bürgersteigen verbannen. Gefeller ist der Meinung, zu viele Autobesitzer würden vorhandene Garagen und Höfe nicht nutzen, der Bequemlichkeit halber draußen parken. Diese Ansicht vertraten auch die Anwesenden. Der Verkehrsfluss werde behindert, Busse hätten Durchfahrtschwierigkeiten, beispielsweise in der Daubringer Straße (Mainzlar).

Das Konzept sieht vor, dass wieder auf breiten Bürgersteigen halbseitig geparkt werden darf. Zuvor werden Markierungen gesetzt. Die Ordnungspolizei wird darüber wachen und bei Falschparkern zunächst einen folgenlosen Informationsflyer ans Auto heften. Das Knöllchen folge erst im Wiederholungsfall.

Die 30 Bauplätze Am Schautanz (Gemarkungsgrenze Daubringen-Mainzlar) seien verkauft. Gefeller rechnet mit einem zügigen Bebauungsverlauf innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bis dahin soll die Zufahrt für Baustellen-Lkw genehmigt werden: Am Mühlgraben, Ober der Lumda und Zum Wingertsbaum. Normalerweise ist die Ortsdurchfahrt Daubringen für Lastverkehr (zu Didier) gesperrt. Entsprechende Schilder würden aufgestellt. Straßenschäden befürchtet Gefeller nicht, da Baustellenfahrzeuge keine Schwertransporter seien.

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