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Bauplätze mit Aussicht und schnellem Internet: Das künftige Wohngebiet "Auf der Schautanz" am Rande von Mainzlar.

Neues Wohngebiet

"Auf der Schautanz": Häuslebauer können jetzt in Mainzlar loslegen

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Das Baugebiet "Auf der Schautanz" ist fertig erschlossen, es kann gebaut werden. Für die Umsetzung hat die Stadt Staufenberg einiges investiert. Die Nachfrage ist enorm.

Die Stadt und ihre Vertragspartner haben die Hausaufgaben gemacht, nun können die Häuslebauer loslegen: Das künftige Wohngebiet "Auf der Schautanz" in Mainzlar ist erschlossen, es kann bebaut werden. Bei einem Pressetermin mit Vertretern der Kommunalpolitik und von beteiligten Planungsbüros und Versorgern wurde am Montag über das Baugebiet und die Vorarbeiten informiert. Sieben der 29 Grundstücke sind noch nicht verkauft, laut Bürgermeister Peter Gefeller aber bereits fünf davon reserviert. Er geht davon aus, dass bis Ende des Jahres alle Grundstücke veräußert sind, "die Liste der Bauwilligen hört gar nicht auf".

Bei der Vermarktung der insgesamt knapp 22 000 Quadratmeter großen Fläche (davon 17 000 Quadratmeter Wohnbaufläche) am Rande der Ortslage mit Blick auf die Burg Staufenberg hat die Stadt ein Umlegungsverfahren angewandt: Sie hat den Voreigentümern die Grundstücke abgekauft und dann neu zuschneiden und an die Neueigentümer veräußern lassen. Dies habe den Vorteil, dass sich die Bauwilligen einen Teil der Grunderwerbsteuer und auch Aufwand gespart hätten. Laut Gefeller werden sich hier vor allem junge Familien ansiedeln, unter ihnen auch etliche Neubürger, etwa aus Gießen und Marburg. Man sehe, dass es viele Menschen wieder aus den Städten aufs Land ziehe, wobei Staufenberg von seiner geografischen Lage profitiere: "Es zeigt auch unsere Speckgürtel-Situation zwischen Gießen und Marburg. Durch die B 3 sind wir gut angebunden, das macht sich bei der Vermarktung bezahlt", sagte der Bürgermeister.

Ausschließlich Spielstraßen

Er hob auch den im Bau befindlichen DRK-Kindergarten hervor, der nur wenige hundert Meter entfernt liegt. Auch dies sei für junge Familien wichtig. Gefeller zufolge sollen alle öffentlichen Wege in dem Baugebiet Spielstraßen werden.

Die Erschließungskosten belaufen sich auf knapp 1,3 Millionen Euro, außerdem hat die Stadt laut Bürgermeister rund 500 000 Euro für den Gründstückserwerb investiert. Unterm Strich werde die Stadtkasse mit einem leichten Plus aus dem Projekt gehen. Man habe die Grundstücke zu einem "fairen Preis" von 180 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließungsbeitrag weiterverkauft. Die Mehrzahl der Grundstücke ist etwa 500 Quadratmeter groß, die Besitzer können dort zweigeschossig bauen.

Glasfaseranschlüsse "bis zur Haustür" werden laut einem Telekom-Vertreter die neuen Anwohner mit schnellem Internet versorgen. Mit der Versiegelung der Fläche geht nun das Problem einher, dass Regenwasser dort nicht versickern kann. Daher wurde eine zusätzliche Sickerleitung angelegt und an der Lumda ein Regenrückhaltebecken errichtet. Als Ausgleichsmaßnahme für den Flächenverbrauch ist laut dem Staufenberger Bauamtsleiter Thomas Kreiling eine Streuobstfläche mit 18 Hochstämmen und Hecken vorgesehen. Auf der Schautanz müssen indes vorhandene Obstbäume weichen.

Ein an das Baugebiet angrenzendes Areal hat die Stadt schon als künftiges Bauland ("Schautanz II") ins Auge gefasst. Ob und wann es erschlossen wird, dürfte auch von den Vorgaben des neu aufgelegten Regionalplans abhängen. Es sei schwieriger, innerorts die Wohnbebauung zu verdichten "als auf der grünen Wiese", sagte Gefeller. Die Mischung aus beidem wird für viele Kommunen eine künftige Herausforderung sein.

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