Die iranische Künstlerin Mehri Safari stellt noch bis zum 20. Dezember im Kultur-Café Daubringen aus. FOTO: VH
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Die iranische Künstlerin Mehri Safari stellt noch bis zum 20. Dezember im Kultur-Café Daubringen aus. FOTO: VH

Auch eine Ausstellung als "Dankeschön"

  • vonVolker Heller
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Staufenberg(vh). Im beschaulichen Daubringen weht noch bis zum Jahresende ein wenig der Hauch der weiten Welt, denn die iranische Künstlerin Mehri Safari stellt in den Räumen des Kultur-Cafés aus (DRK-Haus, Friedhofstraße). Die Hauptstadt Teheran, wo sie ihre eigene Galerie betrieb, musste Safari überstürzt verlassen und lebte 2018 mehrere Monate in Daubringen. Die evangelische Kirchengemeinde hatte der Frau Asyl gewährt. Seitdem hängt ein Kunstwerk hinter dem Altar: Safaris Dankeschön.

Im Kultur-Café drehte sich derweil alles um den Apfel. Momentan ist ja Erntezeit. Es gab etliche Leckereien mit der Vorsilbe Apfel-: Muffins, Streuselkuchen, Strudel, Tiramisu sowie Schwedischen Zimtkuchen mit Äpfeln. Wie immer fehlte auch diesmal das Preisschild, konnte der Gast nach eigenem Ermessen ein Sparschwein füttern. Der Zuspruch war enorm, denn das Wetter war fürs Sitzen auf dem großzügigen Außengelände ideal.

Safari ist offensichtlich nicht festgelegt, aber experimentierfreudig. Eher unscheinbar, Ton in Ton, kommen ihre Strelizien daher (Werk-Nr. 7). Ein Feuerwerk an Türkis- und Goldtönen versprüht dagegen der vierteilige Sonnenuntergang. Im Amazonas ranken verschieden geformte Blätter als Relief im dezenten Braun-Uni. Symbolisches begegnet einem aber auch, etwa der Koi im Werk "Wiedergeburt". Gemäß einer Sage schwimmt der Fisch stromaufwärts den Gelben Fluss in China hinauf. Schafft er es, über tosende Wasserfälle hinweg das Drachentor zu überwinden, wird er als stolzer Drache in den Himmel aufsteigen. Ein Video bringt dem Besucher weitere Werke Safaris nahe. Sie gestaltet etwa auch Fassaden oder Mauern. Die Zutaten für ihre Kunst: Gips, Glas, Styropor, Metall, Blattgold, Malfarben. Eine Skulptur namens Austernperle ist das Beispiel für dreidimensionales Arbeiten. Safari lässt sich inspirieren von der Natur oder Schmuckstücken. Das Kultur-Café ist jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Safaris Kunstwerke sind letztmalig am 20. Dezember zu sehen.

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