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Seitlich der Trasse Lumdatalbahn (hinter Sperrgitter) liegt das ehemalige Rangiergleis von Didier. Von der Pfingstweide kommend könnte hier die Umgehung weiter verlaufen.

Alternative für den Lieferverkehr

  • VonVolker Heller
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Staufenberg (vh). Zum Jahresende gehen im ehemaligen Didier-Werk, heute RHI-Magnesita, die Lichter aus. Aufgrund des Unvermeidlichen hatte das Staufenberger Stadtparlament bereits im Dezember 2020 einen Bebauungsplan aufgestellt und eine zweijährige Veränderungssperre für die beplante Fläche zwischen Didierstraße und Pfingstweide sowie der Trasse Lumdatalbahn und Bieneckstraße verhängt.

Betroffen davon ist beidseitig auch die vordere Straße In den Erlen.

Kosten schätzen

Bauamtsleiter Thomas Kreiling teilte jetzt dem gemeinsamen Ortsbeirat Staufenberg, Mainzlar und Daubringen den Sachstand mit. Man diskutierte schwerpunktmäßig eine Alternative für den Lieferverkehr in einem künftigen Gewerbepark »Schamott«. Die bisherige Anbindung zur Landesstraße über die Straßen Im Brühl und Didierstraße ist mit Belästigungen für die Anlieger (Mischgebiet) verbunden. Außerdem entspricht die Didierstraße den Anforderungen des Schwerlastverkehrs nicht.

Einige Hindernisse

Ideal wäre eine Zufahrt von der Landesstraße 3146 über die verlängerte Pfingstweide und das ehemalige Rangiergleis von Didier. Damit würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, da auch die Schwerlaster aus der Sandgrube Treis nach einer dort beabsichtigten Erweiterung künftig über Mainzlar rollen.

Reiner Mehler (SPD) vertrat die Auffassung, eine Kostenschätzung solle man jedenfalls machen, egal ob eine neue Umfahrung denn überhaupt zu realisieren sei. Außer den Kosten gibt es derweil noch praktische Hindernisse: Das Rangiergleis wie überhaupt das RHI-Betriebsgelände sind noch Firmeneigentum. Die Verlängerung der Pfingstweide führte über eine vorhandene und bereits asphaltierte Straße, aber immerhin durch die Lumdaaue und wäre behördlicherseits zu genehmigen.

Sodann müsste die Lumdabrücke neu gebaut werden. Kreiling kalkulierte ein solides Brückenbauwerk mit einer Million Euro. Die Straßenbaubehörde Hessen Mobil müsste letztendlich an der Landesstraße eine Abbiegespur einrichten.

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