Für jeden etwas dabei: die Einweihung des "Aktivparks Lumdatal" mit Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. FOTO: JWR
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Für jeden etwas dabei: die Einweihung des "Aktivparks Lumdatal" mit Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. FOTO: JWR

Ein Sportpark für alle dank der EU

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Es ist ein Staufenberger Leuchtturm-Projekt, das in das Lumdatal und darüber hinaus strahlen soll: Der "Aktivpark" in Mainzlar bietet viele Möglichkeiten für Sport und Bewegung - für alle und kostenlos. Ohne die EU wäre dies kaum möglich gewesen.

Während am Freitagnachmittag die Grußworte gehalten werden, hallen Rufe vom Sandplatz nebenan herüber: Ein Beachvolleyball-Match ist in vollem Gange - und steht sinnbildlich dafür, dass der "Aktivpark Lumdatal" schon am Tag seiner offiziellen Eröffnung von der Bevölkerung angenommen wird.

Vor knapp zwei Jahren erfolgte der symbolische Spatenstich für das Areal am Vereinsheim des TV Mainzlar an der Hachborner Straße, das bislang teils brachlag. "Keiner hatte damals eine Vorstellung, was hier wirklich entsteht", sagte Landrätin Anita Schneider. Nun sei das Ergebnis "enorm": Die neue Sportstätte bietet neben den bereits vorhandenen Bolz- und Tennisplätzen sowie der Eisstockanlage am Vereinsheim nun einen Reitplatz, zwei große Sandplätze für Fußball, Volleyball oder Handball, ein Multifunktionsfeld und Basketball körbe. Außerdem ist eine 100-Meter-Laufbahn entstanden. Zudem gibt es einen Bereich mit verschiedenen Fitnessanlagen, die zum Klettern, Hangeln und Balancieren einladen. Die Geräte im "Calisthenics-Park" ermöglichen mit weitem Blick über das Lumdatal Eigengewichtsübungen - etwa an Stangen.

Noch sei der Aktivpark nicht ganz fertiggestellt, "aber schon ziemlich weit", sagte Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller. Er dankte unter anderem dem Verein Region Gießener Land und der Landrätin für ihr Engagement für die Sportstätte. Über den Verein wurde auch die Förderung aus EU-Mitteln abgerufen.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Aktivpark laut Gefeller auf rund 350 000 Euro. Rund 90 000 Euro hat demnach die Stadt getragen, etwa 40 000 Euro der TV Mainzlar aus eigenen Mitteln. Rund 20 000 Euro wurden von Sponsoren eingebracht, darunter etwa die Sparkasse Gießen und lokale Unternehmen.

Doch der Großteil der Kosten, 200 000 Euro, wurde aus Mitteln des Leader-Programms der EU zur Stärkung des ländlichen Raums finanziert. Das sei "keine Selbstverständlichkeit", betonte Gefeller. Es werde viel über die EU geschimpft, doch dieses Projekt zeige den konkreten Nutzen der EU für die Menschen.

Der Aktivpark stärke "die Gemeinschaft und den Sport", sagte die Landrätin. "Menschen halten sich nicht mehr nur an ihre Stadtgrenzen", umso bedeutender seien Angebote wie der Aktivpark, der auch Menschen aus anderen Orten offen stehe. Passend dazu waren bei der Eröffnung auch die Bürgermeister Thomas Benz (Allendorf (Lumda)) und Florian Langecker (Rabenau) dabei. Schneiders Appell: "Machen Sie was aus diesem Aktivpark."

Bereits jetzt gebe es Nutzungsanfragen etwa aus Gießen, informierte Stefan Naumann, Präsident des TV Mainzlar. In ungezählten Stunden hat der Verein viel ehrenamtliches Engagement in diesen Ort des Breitensports gesteckt. Vor allem auch junge Mitglieder haben sich dabei eingebracht. Der Mainzlarer Verein sei, wie viele andere, von Nachwuchssorgen geplagt, hieß es seitens des TV. Gerade auch, aber natürlich nicht nur für junge Menschen böten sich hier viele Möglichkeiten. Der Verein will sich mit dem Aktivpark für die Zukunft positionieren. Die neue TV-Abteilung "Aktivpark" soll dem Rechnung tragen.

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