Der Haussperling wird bei der Winterzählung am häufigsten registriert. FOTO: NABU/FOTONATUR
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Der Haussperling wird bei der Winterzählung am häufigsten registriert. FOTO: NABU/FOTONATUR

Spitzenreiter Haussperling

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Bei der Stunde der Wintervögel wurden im Kreisgebiet 12 628 Tiere gezählt. Spitzenreiter war der Haussperling. Das teilte der Kreisverband Gießen des Naturschutzbundes (NABU) mit. 539 Vogelfreunde haben sich an der Aktion beteiligt, gezählt wurde in 360 Gärten.

Je milder und schneeärmer der Winter ist, umso geringer ist die Zahl der Vögel in den Gärten. Diesen Nachweis erbrachte die Datenauswertung aus inzwischen einem Jahrzehnt Zählung, berichtet Peggy Schneeweiß vom NABU.

Bei der "Stunde der Wintervögel" wurden diesmal zwar weniger Vögel gesichtet, doch gab es nie so viele Haussperlinge (2858) wie in diesem Jahr. Ihr Bestand erholt sich nach Jahrzehnten eines deutlichen Rückgangs, so die Einschätzung der NABU-Experten. Dem Hausperling folgten die Kohlmeise (1713), die Blaumeise (1328) und die Amsel (1029). Bedingt durch den milden Winter blieben die Waldvögel vermehrt fern. Sie benötigen die etwas wärmeren Städte mit den oft reich bestückten Futterstellen bei diesen milden Temperaturen nicht.

Erfreulich ist laut Naturschutzbund besonders das Spitzenergebnis des Haussperlings mit 6,8 Vögeln pro Garten. Sein ganzes Leben verbringe der Vogel in den Dörfern und Städten, nur in den beiden kältesten Wintern des Jahrzehnts, 2011 und 2013, wurde er durch die vor allem in Wäldern lebende Kohlmeise vom Spitzenplatz verdrängt.

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