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Symbolfoto (Archiv)

Pohlheim: Für Ausweitung plädiert

Pohlheim (pm). Die Fraktionsspitzen von SPD, Freien Wählern und Grünen haben ausführlich diskutiert, ob und in welchem Umfang die Lebenshilfe in Garbenteich ihre Beteiligung an der Kinderbetreuung ausweitet. Das ist einer entsprechenden Pressemitteilung zu entnehmen.

Dabei wurde am Entwurf eines Vertrages, der vom Magistrat vorgelegt wurde, kritisiert, dass er die geforderten Leistungen seitens der Lebenshilfe nur ungenau umschreibe und die Finanzierung keine Begrenzung enthalte. Insbesondere die in Anschlag gebrachten Verwaltungskosten seien zu hoch. Weitere Aufgaben – etwa im Zusammenhang mit der Schülerbetreuung nachmittags und mit dem geplanten Familienzentrum – würden gar nicht oder nur vage angesprochen.

Der vorgelegte Vertrag sei auch deshalb wenig hilfreich, weil im Vorfeld in den politischen Gremien trotz mehrfacher Nachfragen darüber nicht wirklich hätte diskutiert werden können. Statt der im Entwurf vorgesehenen Lösung – zwei Standorte in Garbenteich – habe Ewald Seidler (FW) vorgeschlagen, den städtischen Kindergarten in der Fröbelstraße durch entsprechende investive Maßnahmen derart auszubauen, dass die Kinder der Außengruppe der Lebenshilfe dort mitbetreut werden können. Gleichzeitig solle der von der Lebenshilfe betriebene Kindergarten in der Germaniastraße ebenfalls erweitert werden, sodass die Anzahl der Gruppen bei der Lebenshilfe konstant bleiben werde.

Damit würde insgesamt die dringend notwendige Ausweitung des Betreuungsangebotes in den nördlichen Stadtteilen Pohlheims erreicht.

Eine Kindertagesstätte an einem Standort in Garbenteich, das sei die Forderung der drei Fraktionen. Die Trägerschaft könne bei der Stadt selbst oder einem freien Träger liegen. "Bei einem freien Träger ist sicherzustellen, dass der Leistungsumfang, die finanziellen Auswirkungen und ein möglicher Eigenbeitrag klar festgelegt wird", betonte Peter Alexander (SPD). Die Weiterentwicklung zu einem Familienzentrum solle von der Stadt vorangetrieben werden, indem sie den konkreten Bedarf mit einer Sozialraumanalyse ermittele und konkrete Maßnahmen mit dem künftigen Träger abstimme. "Auf alle Fälle ist sicherzustellen, dass alle Voraussetzungen für die Teilnahme der Lückebachschule am Pakt für den Nachmittag getroffen werden", betonte Eckart Hafemann (Grüne).

"Die Räume, die bislang von der Lebenshilfe für ihre Kita-Gruppe in Garbenteich genutzt werden, können zukünftig für die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern und Aufgaben des geplanten Familienzentrums genutzt werden", heißt es weiter in einem der Stadtverordnetenversammlung zugeleiteten Antrag. Ein weiterer positiver Effekt wäre, dass so die Admonter Stuben wie bislang von der Dorfgemeinschaft Garbenteich genutzt werden könnten.

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