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Cheima und Rosa beim Experiment mit Ballons.

Spannende Experimente zum Thema Strom

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Gießen(Klasse 4c). Kann man eine Batterie selber bauen? Fließt Strom eigentlich auch in Flüssigkeiten? Kann man elektrische Ladung sehen? All diesen Fragen begegnen die Kinder der Klasse 4c der Pestalozzischule im Unterricht bei einem interessanten Besuch der beiden Physikprofessoren Claudia Höhne und Michael Dürr von der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Aufgeregt verfolgen die Kinder den Aufbau der mitgebrachten Materialien. Dinge wie Luftballons, Korken, Goldpapiersterne, 5-Cent-Stücke und Zitronensäure sollen heute bei den Experimenten eingesetzt werden. Dass elektrische Ladung durch Reibung entstehen kann und es zwei Arten von Ladung zu geben scheint, erkennen die Kinder im ersten Experiment mit zwei Luftballons, die sich deutlich abstoßen, nachdem man sie am Pulli gerieben hat.

"Wow, ich kann zaubern!"

Einen magischen Moment erleben die Kinder anschließend, als ein Stern aus Goldfolie sich wie von Geisterhand auf einem Zahnstocher zu drehen beginnt, wenn man ein durch Reibung aufgeladenes Lineal im Kreis um ihn herumführt. "Wow, ich kann zaubern!" und "It’s magic!", rufen einige Kinder vor Begeisterung. Nach diesen ersten anschaulichen Experimenten ist auch die anschließende Erklärung gut zu verstehen.

Beim folgenden Bau einer kleinen Voltasäule, dem Vorläufer der Batterie, stapeln die Kinder Unterlegscheiben aus Zink, in Zitronensäure getauchtes Löschpapier und Kupfermünzen auf Aluminiumfolie. Das an Oberseite und Unterseite des Stapels gehaltene LED-Lämpchen leuchtet und zeigt so den Stromfluss.

Im letzten Teil des Expertenbesuches reicht Frau Höhne den Kindern Dinge, die sie eigentlich aus der Küche kennen: Gurken, Salz, Wasser und Zitronensäure. Mit dem selbst gebauten Stromprüfgerät überprüfen die Kinder eifrig, welche Dinge leiten.

Gurken leiten, trockene Gurkenschalen leiten nicht. Die Kinder vermuten schnell: "Das liegt am Wasser." Zur Überprüfung mit destilliertem Wasser zeigt sich, dass hier fast keine Ladung im Wasser zu sein scheint. Das Lämpchen am Stromprüfgerät leuchtet nicht oder nur sehr wenig. Nach dem Zuführen von Salz oder Zitronensäure leuchtet das Lämpchen deutlich, die somit zugeführte Ladung leitet Strom.

Physik macht Spaß

Als Herr Dürr zum Ende des Besuches einen schweren Transformator auf den Tisch stellt, sind alle Kinder still und schauen gebannt nach vorn. Als mithilfe des Transformators eine Gewürzgurke zum Leuchten gebracht wird, geht ein Raunen durch die Klasse. Spätestens jetzt sind sich alle einig: "Physik macht voll Spaß!"

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