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Seit 20 Jahren sind Annemarie Schmidt (l.) und Mechthild Vogel "Spätzünder".

"Spätzünder" werden zum Dauerbrenner

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Lahnau (sel). "Jetzt werden wir bald 50 - das ist genau der richtige Zeitpunkt, noch einmal etwas Neues, anzufangen." Mit diesem Worten fassten Mechtild Vogel und Annemarie Schmidt vor zwei Jahrzehnten ihre Motivation, als Duo "Spätzünder" das heimische Wohnzimmer zu verlassen und das Wagnis einzugehen, sich einem etwas zahlreicheren Publikum mit ihrer Art von Musik zu präsentieren, in einem Satz zusammen.

Das Experiment von damals feiert nun 20. Geburtstag. Und die Bilanz dieser Jahre, "die so schnell vergangen sind", fällt nach über 200 Auftritten positiv aus. "Wir haben vor 20 Leuten gespielt und gesungen, aber auch vor 200 und als Teil eines größeren Programms auch vor 800. Und wir haben dabei überwiegend wunderbare Erfahrungen gemacht", schauen Annemarie und Mechthild zurück. Aus kleinen Anfängen rund um Atzbach heraus sind sie nach und nach im ganzen mittelhessischen Raum angefragt worden.

Bei jedem Auftritt Lampenfieber

"In den ersten Jahren haben wir fast jeden Auftrag angenommen, was aber seit längerem nicht mehr der Fall ist", berichten die beiden "Spätzünder", die sich bei allen ihren künstlerischen Aktivitäten immer auf ihre Männer Heinz Vogel und Friedhelm Schmidt als "Team hinter Bühne" verlassen können. Sie haben ihren singenden Frauen stets den Rücken freigehalten. Bis heute.

Über all die Jahre standen Annemarie Schmidt und Mechthild Vogel ausschließlich mit ihren Mundartliedern auf der Bühne, allesamt selbst getextet und mit Melodien versehen. Die Reime "ean de Moddersprooch" fallen Annemarie ein. Dabei schreibt der Alltag die besten Geschichten und liefert die Tipps für die Lieder. Annemarie Schmidt fasst sie in Reime, die Melodien erarbeiten beide gemeinsam. So entstehen authentische Lieder, die auch auf vier CDs zu haben sind.

Gut 60 Mundartlieder sind auf diese Weise entstanden. Besinnliche und vor allem lustige, "damit das Publikum etwas zu lachen hat, denn deshalb kommen die Menschen hauptsächlich". Dazu Etliches an Anekdoten und Geschichtchen, die ebenfalls zur Erheiterung beitragen. "Jeder unserer Auftritte beginnt bis heute mit Lampenfieber", versichert das Duo. Und genau deshalb wird bei den beiden nichts zur Routine.

Dass dies auch nach zwei Jahrzehnten noch so ist, davon können sich "Spätzünder"-Fans am Freitag, 11. Oktober, im Bürgerhaus Atzbach ab 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) überzeugen. Das Mundart-Duo lädt zu einem Benefizkonzert ins Bürgerhaus Atzbach ein. Der Überschuss wird wieder einem karitativen Zweck gespendet.

Zum 20-Jährigen wird es "ein Abend nur mit Mechthild und Annemarie". Der Kartenvorverkauf beginnt ab sofort. Telefonische Ticketbestellungen und Abholungen sind bei den beiden in Atzbach möglich: Annemarie Schmidt (Tel. 06441/63139) und Mechthild Vogel (06441/62632).

Das Duo ist seiner Musik und der authentischen Art, sie vorzutragen, treu geblieben. Das kommt beim Publikum, das genau an dieser Mundartlyrik Gefallen findet, unverändert gut an. Die Zahl der öffentlichen Auftritte soll in "altersbedingt reduzierter Dosis" fortgesetzt werden. Vorausgesetzt, dass neben ihren Gitarren und Ehemännern auch die Gesundheit künftig wie bisher mitspielt.

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