SPD sorgt sich um sozial Schwache

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Gießen(pm). "Die Corona-Pandemie offenbart an vielen Stellen die Schwachstellen der sozialen Infrastruktur in Hessen", sagt Dirk Haas, einer der Fraktionsvorsitzenden der SPD im Gießener Kreistag. Für besonders gravierend hält seine Fraktion die deutlich werdende Bildungsungerechtigkeit im Land. Die Schulen gehen online, der Unterricht findet digital statt. Aber damit Kinder auch von zu Hause aus überhaupt am Schulunterricht und an außerschulischen Bildungsangeboten teilnehmen können, müssen sie nicht nur mit Tablets oder Computern ausgestattet sein, sondern zu Hause auch eine ruhige Arbeitsatmosphäre vorfinden können. Beides ist in finanziell schwach aufgestellten Familien und in kleinen Wohnungen oft nicht gewährleistet.

"Es war richtig, Schulen und Kindergärten zu schließen, um so die Pandemie einzudämmen. Es muss jedoch Sorge dafür getragen werden, dass Kinder aus sozial schwachen Familien dabei nicht abgehängt werden", so die Fraktionsvorsitzenden Sabine Scheele-Brenne und Dirk Haas.

Sobald die akute Phase der Corona-Pandemie überstanden ist, müsse man diese Schwachstellen analysieren. Der Landkreis hat mit dem 2019 verabschiedeten Medienentwicklungsplan und den Aktivitäten der Breitband GmbH wichtige Grundlagen gelegt. Nun sei das Land Hessen gefragt.

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