Im Sommer sicher transportieren

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Frankfurt (pm). Ob Hitze oder Sonneneinstrahlung: Arzneimittel sind empfindliche Produkte, deren hohe Qualität und Wirksamkeit gut im Sommer vor diesen Einflüssen geschützt werden sollten. Hohe Temperaturen können Verfärbungen oder Verflüssigungen bei Salben, Gelen oder Zäpfchen nach sich ziehen. Daher sollten Patienten ihre Medikamente erst am Ende des Einkaufs in der Apotheke abholen und auf möglichst kurzem Weg nach Hause bringen, rät Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Denn selbst bei geöffneten Fenstern steigen die Temperaturen im Auto leicht auf bis zu 70 Grad an.

Sind Medikamente Sonne oder Hitze - besonders während des Transports - zu lange ausgesetzt, können sie Schaden nehmen. Nicht nur Veränderungen bei Farbe und Form, auch Risse im Überzug von Dragees oder Geruchsveränderungen bei Tabletten sind vom Patienten ernst zu nehmen. Arzneimittel, deren Veränderung bereits sensorisch wahrnehmbar ist, müssen entsorgt werden. Bei flüssigen Medikamenten ist darauf zu achten, dass die Substanz nicht ausgeflockt oder eingetrübt ist. Dies gilt insbesondere bei Injektionen. Allerdings gibt es auch nicht direkt erkennbare Veränderungen, die nur durch eine Untersuchung im Labor nachweisbar sind. Bei Unsicherheiten sollten sich Patienten in der Apotheke beraten lassen. Im Zweifel gilt: lieber entsorgen als einnehmen.

Umverpackung als Lichtschutz

Die meisten Arzneimittel sollen unter 25 Grad aufbewahrt und transportiert werden. Eine kurzzeitige Überschreitung der Temperatur ist in der Regel zwar unbedenklich, sollte jedoch so kurz wie möglich sein. Es gibt allerdings auch Medikamente, die bei einer festgelegten Temperatur aufbewahrt werden müssen. Diese Präparate tragen einen entsprechenden Vermerk auf der Verpackung. Hier muss die Temperatur sowohl beim Transport als auch bei der Aufbewahrung unbedingt gewährleistet sein. Das gilt insbesondere für Arzneimittel, die in einer lückenlosen Kühlkette verbleiben müssen und eine kontinuierliche Aufbewahrung zwischen zwei und acht Grad Celsius erfordern.

Für den Weg nach Hause leistet eine kleine Kühltasche mit Kühlakkus gute Dienste. Doch Vorsicht: Wenn die Arzneimittel an- bzw. gefrieren, verlieren sie ihre Wirksamkeit. Medikamente sollten daher nicht direkt mit Kühlakkus in Berührung kommen. Zu Hause sind die kühlpflichtigen Arzneien gut in der Kühlschranktür aufgehoben.

Der Großteil der Arzneimittel kann bei Zimmertemperaturen von 15 bis 25 Grad gelagert werden. Optimal sind trockene und lichtgeschützte Plätze im Flur oder Schlafzimmer. Nicht geeignet sind Badezimmer: Die stark schwankenden Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit können sich negativ auf die Qualität der Arzneien auswirken. Ein Tipp gilt für alle Medikamente: Die Umverpackung dient als wichtiger Lichtschutz, sie sollte nicht weggeworfen werden.

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