"Sie wollen nicht länger warten"

  • Thomas Brückner
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Grünberg(tb). In seiner letzten Sitzung im alten Jahr mochte eine Mehrheit von Grünbergs Stadtverordneten nicht über den neuen Nutzungsvertrag zum Windpark "Grünberg II" befinden. Begründung: weiterer Informations- und Beratungsbedarf, liege die erste Unterrichtung des Hauses durch den Projektierer Trianel doch gerade mal vier Wochen zurück. Also dürfte es in der ersten Sitzung im neuen Jahr, terminiert auf den 4. Februar, "zum Schwur kommen".

Um offene Fragen der Stadtverordneten, womöglich auch bislang nicht offengelegte Gründe der Windpark-Gegner, zu klären, hat Trianel soeben ein vorgeschaltetes Informationsgespräch mit Vertretern der Fraktionen avisiert.

Lärmgutachten

Das Aachener Unternehmen, so weiter Bürgermeister Frank Ide gegenüber dieser Zeitung, halte im Übrigen an seinem Vorhaben fest, zwei weitere Windräder im Stadtwald zu errichten. Er erachte mithin die Investition selbst dann für auskömmlich, wenn das Stadtparlament geplante 250 Meter hohe Mühlen ablehnen sollte. "Sie wollen nicht länger warten", gab Grünbergs Rathauschef die Interessenslage der Projektierer wider. Bei einem Nein zum neuen Nutzungsvertrag würde Trianel also auf den vor sieben Jahren mit der Stadt geschlossenen Erstvertrag rekurrieren, "nur" 210 Meter hohe Anlagen errichten. Der Ertrag für die GmbH - getragen von kommunalen Stadtwerken - fiele geringer aus, vor allem aber reduzierte sich die Einnahme für die Kommune, merkte Ide dazu an (der neue Vertrag sieht eine Jahrespacht von mindestens 61 000 Euro je Anlage vor, beim Windpark Grünberg I waren es 22 900 Euro, die Red.). Die Projektierer, so der Rathauschef abschließend, haben angekündigt, sich nun selbst beim RP um die Freigabe des Lärmgutachtens für "Grünberg I" zu bemühen. Bekanntlich hatten Vertreter mehrerer Fraktionen - anders als vom RP mitgeteilt - auf eine tatsächlich stärkere Belastung verwiesen und kritisiert, die Fach- und Genehmigungsbehörde enthielten ihnen Informationen vor.

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