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Da müssen sie rüber: Oberhalb von Laubach führt der Bahnradweg über die Bundesstraße nach Schotten.

Sicherer über die B 276

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Laubach (tb). Vor gut 14 Jahren endete für Laubach das Kapitel Eisenbahn. Endgültig. Nachdem bereits 1959 der Personenverkehr Richtung Hungen und Mücke eingestellt worden war, steuerte 1997 letztmals ein Güterzug, beladen mit Eisenschrott, die Gießerei Fritz Winter am Rande des Industriegebietes an.

Seit wenigen Monaten aber ist die alte Bahntrasse wieder rege frequentiert, da zum Radweg geworden. Freilich »nur« auf rund zwölf Kilometern von Hungen bis zum Haltepunkt »Laubacher Wald«. Der Weiterbau Richtung Vogelsberg, inklusive Tunneldurchquerung bei Freienseen, ist geplant und bereits zur Förderung beim Bund angemeldet (das Ergebnis der Kaufverhandlungen mit dem Tunneleigner freilich bleibt abzuwarten).

Unterführung als favorisierte Option

Beim Weiterbau des Bahnradwegs vom »Laubacher Wald« gen Osten machen Laubach, Grünberg und Mücke als Anrainerkommunen gemeinsame Sache. Im Vorjahr bereits ist das Trio auf die Straßenplaner von Hessen Mobil zugegangen. Thema eines der ersten Lokaltermine aber war zunächst eine »Problemzone« oberhalb von Laubach Richtung Schotten: Einige Meter hinter dem Viadukt kreuzt dort der Radweg die B 276. »Ein verkehrlich problematischer Bereich«, wie Hessen Mobil attestiert. Die Landesbehörde prüft daher Möglichkeiten einer sicheren Querung für Pedalritter.

Laut Hessen-Mobil-Pressesprecherin Sonja Lecher gibt es verschiedene Lösungsansätze, unter anderem den Bau einer Unterführung. »Diese Prüfungen dauern aber noch an.«

Beim Lokaltermin dabei waren Vertreter von Hessen Mobil, Außenstelle Schotten, des städtischen Bauamts sowie des Ortsbeirats. Wie Laubachs Bauamtsleiter Martin Bouda auf GAZ-Anfrage erklärte, spielt bei der Prüfung auch die geplante Entschärfung der unfallträchtigen S-Kurve kurz davor eine Rolle, könnte doch die Gefährung der Radler weiter steigen. Bei der Unterredung von Behördenseite favorisiert worden war laut Bouda die Unterführung. Nicht als Alternative erachtet habe man dagegen eine Brücke; die käme um einiges teurer, zumal sie ob der Topografie weit ausladend zu bauen wäre.

»Bis zum Herbst hat uns Hessen Mobil eine Vorplanung avisiert«, schloss Bouda. Der noch ergänzte, dass diese auch eine Verlegung der Anbindung des Wirtschaftswegs weg vom Radwegübergang Richtung Viadukt umfassen solle.

»Sehr kritisch« steht Laubachs Ortsvorsteher Günter Haas - bekanntlich auch Gegner der Kurvenentschärfung - zu einer Unterführung. Die B 276 sei doch in diesem Bereich nur am Wochenende, und da wiederum zum Großteil von Bikern, stark befahren. Kosten und Nutzen stünden also in keinem Verhältnis. Haas: »Viel wichtiger wäre der Ausbau der Ortsdurchfahrt, da aber zieht es sich ewig hin.«

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