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Die Jubilarinnen erhalten ein Geschenk.

Seit 90 Jahren für Frauen im Einsatz

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Hüttenberg (jow). Mit einem festlichen Gottesdienst hat die evangelische Frauenhilfe der Kirchengemeinde Hochelheim-Hörnsheim auf ihr 90-jähriges Bestehen zurückgeblickt. Deutlich wurde dabei, dass die lange Zeit ein Grund zum Danken und Loben war.

Zwar hat sich die ursprüngliche Ausrichtung, Frauen bei der Erntearbeit und im Haushalt zu unterstützen, deutlich geändert. Der Antrieb der christlichen Nächstenliebe und der Hilfsbereitschaft, habe die Gruppe aber in den vergangenen neun Jahrzehnten getragen.

Vorsitzende Cornelia Meineke ging in einigen Zeitzeugen-Berichten von Margarete Schneider auf die Anfangszeit der Frauenhilfe ein. Den Grundstein für die Frauenhilfe in Hochelheim legte 1929 die Pfarrfrau Margarete Schneider. Die Frau von Paul Schneider, Mitglied der Bekennenden Kirche und Opfer des Nationalsozialismus, gründete die Frauenhilfe in den Kirchengemeinden Hochelheim und Dornholzhausen, die damals ein Kirchspiel waren. Die Frauen hatten auch in einem Brief an das Konsistorium versucht, die Verbannung von Paul Schneider aus seiner Pfarrstelle zu verhindern.

Im Gottesdienst überbrachte Marlene Förster die Grüße des Kreisverbandes der Frauenhilfe Wetzlar/Weilburg. Sie wünsche sich, dass die Frauenhilfe auch in Zukunft mit und für die Frauen in der Gemeinde aktiv sei. Ausschlaggebend für die Gründung seien sicher nicht die glamourösen 20er Jahre gewesen, sondern die wirtschaftliche Not. Viele Frauenhilfen würden aufgrund ihrer nachlassenden Kraft resignieren.

Auch die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Hüttenberg, Andrea Misterek, verdeutlichte, was für wertvolle Stunden ihre eigenen Aufenthalte in der Hüttenberger Frauenhilfe gewesen seien. Für den Singkreis der Kirchengemeinde gratulierte Susanne Redmer, dieser brachte zudem ein Ständchen. Cornelia Meineke und Elsbeth Weil hatten als Leiterinnen der Gruppe für die Jubilare auch noch ein kleines Geschenk.

Seit der Zusammenlegung der Kirchengemeinden Hochelheim und Hörnsheim gibt es eine gemeinsame Frauenhilfe, die sich alle 14 Tage montags trifft, um gemeinsam zu singen, zu beten, auf Gottes Wort zu hören und sich auszutauschen. In seiner Predigt ging Pfarrer Carsten Heß auf die Geschichte der biblischen Figur Lydia ein.

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