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Kreis Gießen: Gesundheitsamt verlagert Schwerpunkt auf vulnerable Gruppen

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Von: red Redaktion

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Der Schwerpunkt des Gesundheitsamtes liegt nun auf Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Kliniken.
Der Schwerpunkt des Gesundheitsamtes liegt nun auf Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Kliniken. © David Talukdar/Imago Images

Das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen verzeichnet wegen der hochansteckenden Omikron-Variante so viele Neuinfektionen wie noch nie zuvor. Deshalb wird nun der Schwerpunkt auf vulnerable Gruppen gelegt.

Gießen - Das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen bearbeitet derzeit täglich rund 1000 Befundeingänge von Laboren, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Aus Gründen von Kapazität und Priorität ist daher ein anderes Vorgehen erforderlich. Der Schwerpunkt liegt nun auf Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Kliniken. Eltern von positiv getesteten Kindern in Schulen und Kitas werden nicht mehr zusätzlich kontaktiert.

»Viele Infektionen mit der Omikron-Variante haben einen milden Verlauf. Gerade ältere Menschen und Menschen mit einem beeinträchtigten Immunsystem sind aber weiterhin besonders gefährdet«, erklärt Johanna de Haas, Leiterin des Covid-Teams im Kreisgesundheitsamt. »Darum müssen wir nun hier den Schwerpunkt setzen.«

Schwerpunkt des Gesundheitsamtes auf vulnerablen Gruppen: Was gilt für Fälle in Kitas?

Das Gesundheitsamt wird bei positiven Fällen in Kitas keine gesonderten Quarantänemaßnahmen mehr für einzelne Gruppen anordnen. Bei dem weiterhin erwarteten Anstieg der Fälle würde allein die dadurch notwendige Betreuung einer großen Zahl von Kindern zuhause übermäßig viele Eltern belasten. Deren Abwesenheit vor allem an Arbeitsplätzen in Medizin, Pflege und weiteren Bereichen der sogenannten kritischen Infrastruktur soll unbedingt vermieden werden.

Das infizierte Kind oder die infizierte Betreuungskraft müssen für zehn Tage in Isolation. Eltern sollten immer die Kita-Leitung über das positive Testergebnis informieren. Kita-Leitungen werden gebeten, die übrigen Eltern zu informieren, wenn es einen positiven Fall in der Gruppe gab. Diese können selbst entscheiden, ob ihr Kind in den kommenden zehn Tagen weiterhin die Kita besuchen soll.

In jedem Fall empfiehlt das Gesundheitsamt, dass Eltern ihre Kinder durch Selbsttests zuhause oder durch die Lolli-Tests in den Bürgertestcentern regelmäßig testen lassen. Vollständig geimpfte Betreuungskräfte müssen ohnehin nicht in Quarantäne.

Schwerpunkt des Gesundheitsamtes auf vulnerablen Gruppen: Was gilt an Schulen?

Das Vorgehen im Fall einer Infektion in einer Schulklasse oder Lerngruppe ist durch die Coronavirus-Schutzverordnung des Landes klar geregelt. Gibt es in einer Klasse einen positiven Fall, muss die Person zehn Tage lang in Isolation. Die übrige Klasse muss nicht in Quarantäne und wird zwei Wochen lang täglich getestet. (red)

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