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Im Fortweg sind links die Adolf-Reichwein-Schule und rechts die Limesschule beheimatet. Schutzstreifen oder einen Radweg gibt es dort bislang nicht.

Schutz für Fahrradfahrer in Aussicht

  • vonStefan Schaal
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Die Straßen in Pohlheim sollen nach gefährlichen Stellen für Fahrradfahrer überprüft werden. Die Ortsbeiräte sollen in der Frage in den kommenden Monaten eingebunden werden. Zuerst stehen aller Voraussicht nach Vorkehrungen im Fortweg in Watzenborn-Steinberg an.

Ob es am Ende ein Fahrradweg oder ein Schutzstreifen wird, steht noch lange nicht fest. Doch mit hoher Sicherheit wird sich in den kommenden Monaten im Fortweg in Watzenborn-Steinberg etwas für die Radfahrer tun. Zusätzlich sollen in sämtlichen Stadtteilen Pohlheims die Ortsbeiräte diskutieren, wo mehr Vorkehrungen zum Schutz von Fahrradfahrern durch Wege oder Streifen erforderlich sind.

Dafür hat sich am Montag eine breite politische Mehrheit in Pohlheim ausgesprochen. Die Anregung, dass in allen Stadtteilen Straßen und Orte eruiert werden sollen, die für Fahrradfahrer gefährlich sind, hat den Ausschlag dafür gegeben, dass die Fraktionen im Bauausschuss einstimmig für den Antrag von SPD, Grünen und FDP gestimmt haben.

Kita, zwei Schulen, und ein Pflegeheim

Für Diskussion sorgte im Ausschuss, dass es zu dem Vorhaben bereits Ende März einen Beschluss im Stadtparlament gegeben hat, als noch andere Mehrheitsverhältnisse herrschten. Damals sollte nach einer Ergänzung der Freien Wähler die Stadt beauftragt werden, das gesamte Stadtgebiet nach neuralgischen Punkten für Fahrradfahrer zu überprüfen. Das sei nicht leistbar, erwiderte nun der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Alexander. Daher habe man den Antrag für den Fortweg in Watzenborn-Steinberg neu eingebracht, ohne die Überprüfung durch die Stadt für alle Ortsteile. Alexander schlug vor, dass man stattdessen an die Ortsbeiräte appellieren könnte, gefährliche Stellen für Fahrradfahrer in Pohlheim zusammenzutragen - und stieß damit auf Zustimmung.

»Es ist uns wichtig, dass das Thema in allen Stadtteilen aufgegriffen wird«, sagte Reiner Leidich von der CDU-Fraktion. Zuvor hatte er sein Missfallen darüber geäußert, dass Mehrheitsbeschlüsse im Parlament »Stück für Stück wieder einkassiert« würden. Das sei aus demokratischer Sicht bedenklich, erklärte Leidich.

Nach dem einstimmigen Votum für den Prüfantrag im Bauausschuss gilt ein Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung als sicher. Der Magistrat wird zunächst Möglichkeiten zum Schutz der Fahrradfahrer im Fortweg prüfen, vor allem zwischen der Einmündung der Friedrich-Ebert-Straße und der Kreuzung Am Erlenhof. In der Straße, die Watzenborn-Steinberg mit Hausen verbindet, sind zwei Schulen, eine Kita und ab Herbst zusätzlich ein Seniorenzentrum beheimatet. Noch gibt es dort keinen Fahrradweg oder einen Schutzstreifen.

Der Straßenbereich sei für den innerörtlichen Verkehr in Watzenborn-Steinberg und als Verbindung nach Hausen von hoher Bedeutung, begründen SPD, Grüne und FDP ihren Antrag. Viele Kinder und Jugendliche sind in der Straße täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Der Fortweg führt am Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr vorbei und dient als Vebindung zum Schwimmbad. Entlang der Friedrich-Ebert-Straße und der Neuen Mitte existiert bereits ein Radweg.

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