+
Das Außengelände der Wiesengrundschule bietet viel Grün, wie das Bild vom Schulfest im Sommer 2019 zeigt. Das soll und muss erhalten werden. Darüber hinaus wird der Pausenhof schick gemacht. ARCHIV-FOTO: CON

Schöner pausieren

  • schließen

An der Wiesengrundschule in Leihgestern wird jetzt der Schulhof schick gemacht. Neues Pflaster, andere Fahrradständer, mehr Grün, neue Spielgeräte - eine Generalüber-holung soll die Pausen schöner machen.

Schule von acht bis eins war gestern. Mit Mittagsbetreuung, Pakt für den Nachmittag etc. bleiben die lieben Kleinen gerne mal bis 15 oder gar 17 Uhr in der Obhut der Schule. Da ist es nur folgerichtig, die Spiel- und Freiflächen fit zu machen, damit die Kinder dort Spaß haben.

Also weg vom trist asphaltierten Schulhof und hin zu Spiel- und Pausenräumen, die diesen Namen auch verdienen. Vor knapp einem Jahr hat Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl schon angekündigt, darauf ein größeres Augenmerk zu richten.

Davon profitieren künftig die Schüler der Wiesengrundschule in Leihgestern. Nachdem Mensa und Betreuungsräume neu sind, werden in den Sommermonaten weitere 370 000 Euro in die Außenanlagen investiert.

Passend zum Pflaster auf dem Innenhof des Ganztagsbereichs soll der gesamte Schulhof neu gestaltet werden.

Hinzu kommen zwei neue Spielgeräte plus Tischtennisplatte, ein (idealerweise höhenverstellbarer) Basketballkorb und Bänke. Zudem soll es neue kindgerechte Fahrradständer geben und auch für Roller und Scooter werden Abstellmöglichkeiten geschaffen. Denn gerade die kleinen Leihgesterner kommen in großer Zahl mit ihren Rädern zur Schule. Neue Lampen komplettieren die Ausstattung des Schulgeländes. Nicht zuletzt bekommt die Müllsammelstelle einen neuen Platz und wird künftig hinter dem Haus und nicht mehr mitten auf dem Hof zu finden sein.

Alter Baumbestand bleibt erhalten

Ganz wichtig zudem: Der alte Baumbestand mit teils seltenen Arten wie kaukasischer Flügelnuss, aber auch Roteiche, Ahorn und Weide soll unbedingt erhalten bleiben. Bei dem weiteren Grün wird darauf geachtet, dass es Blühpflanzen gibt, die den Bienen als Weide dienen.

Wermutstropfen bei dem Vorhaben: Ein Bodengutachten hat aufgezeigt, dass die derzeit geteerte Fläche schadstoffbelastet ist. Einfach wegbaggern geht also nicht. Der Teer muss als gefährlicher Abfall teuer entsorgt werden. Zudem ist die Fläche des Schulhofes nicht ausreichend tragfähig, etwa für Feuerwehrautos, wenn diese denn im Ernstfall anrücken müssten.

Also werden jetzt keine halben Sachen gemacht, sondern gleich mindestens 20 Zentimeter tief ausgebaggert und eine neue Tragschicht eingebaut. Im gleichen Zug werden die im Boden verlegten Regen- und Schmutzwasserleitungen erneuert. Rund 370 000 Euro Gesamtkosten hat die Biebertaler Planungsgruppe für die Umgestaltung der Außenanlagen kalkuliert.

Der Schul- und Bauausschuss des Kreistages hat dieser Tage unter Vorsitz von Martin Hanika (CDU) getagt und die Mittel für das Projekt freigegeben. Auch andere Schul- und Pausenhöfe sind mittlerweile im Blick, beispielsweise in Großen-Buseck und in Heuchelheim.

"Wir hatten schon länger den Verdacht, dass unsere Pausenhöfe nicht so dolle sind", hatte Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl im vergangenen Sommer dargelegt. Bei der Erarbeitung des im Ergebnis nicht unumstrittenen Sportstätten-Entwicklungsplanes hatte sie die Schulhöfe gleich mit unter die Lupe nehmen lassen - mit dem Befund, dass rund zwei Drittel als "nicht bewegungsfreundlich" eingestuft sind.

In Konsequenz ist die Stelle eines Außenanlagenplaners beim Kreis neu geschaffen worden. Dieser soll sich um die Gestaltung der Spiel- und Freiflächen kümmern. Der Kreis Gießen ist Träger von 54 Schulen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare